Ein Weihnachtsgruß und die Bitte um Unterstützung

Verehrte, liebe Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft

In diesen Tagen vor 100 Jahren – nach dem Ende des Ersten Weltkrieges durch das Waffenstillstandsabkommen vom 11. November 1918 – begann Rudolf Steiner mit großer Intensität in Dornach von der Notwendigkeit einer Neuordnung der sozialen Verhältnisse zu sprechen. Er betonte dabei, dass wirk­same Ideen dafür nur aus geistiger Erkenntnis zu gewinnen sind – und es dazu insbesondere der Zusammenarbeit von Menschen bedarf.
«Das Allernotwendigste für die Gegenwart und für die nächste Zukunft in bezug auf die Entwickelung der menschlichen Geschicke ist das Hereinholen gewisser Ideen von jenseits der Schwelle, und die charakteristischste Erscheinung in der Gegenwart ist diese, dass solches Hereinholen von jenseits der Schwelle geradezu abgelehnt wird. Und alle Arbeit auf diesem Gebiete muss durchdrungen sein von dem Willen, zu überwinden diese Abneigung vor einem Hereinholen von sozial wirksamen Ideen von jenseits der Schwelle des physischen Bewusstseins.» (S. 198)
«Menschen müssen zusammenarbeiten. Das unmittelbare persönliche Zusammenarbeiten von Menschen ist notwendig, damit unter den Zusammenarbeitenden auch solche sind, die von jenseits der Schwelle her die betreffenden Ideen haben. Sie sehen also, das, was für die Gegenwart wichtig ist, ist nicht etwas, mit dem sich spielen lässt. Es ist eine ungeheuer ernste Sache, die von der Gegenwart aus an die Menschen herantritt.»

Rudolf Steiner: GA 185a, Vortrag vom 24. November 1918, S. 202

Individualisierte Lebens- und Umgebungsgestaltung
Diese Aufgabe besteht für die Gegenwart und Zukunft in verstärktem Maße – und begründet die unbedingte Notwendigkeit einer solchen Freien Hochschule für Geisteswissenschaft , wie sie das Goetheanum mit seinen Sektionen für den Menschen, die Kunst, die Natur und das Soziale sein will. Hier soll aus dem Zusammenwirken von Wissenschaft, Kunst und sozialer Initiative ein Beitrag für eine Welt geschaffen werden, die heute schon sehr viele Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen und Religionen anstreben:
Eine Welt,
–    in der das Menschliche im Menschen Maßstab und Richtschnur ist,
–    in der im Sozialen auf die Individualität des Einzelnen gebaut wird und wir Verantwortung für den Gesamt-organismus Erde mit der uns umgebenden Tier- und Pflanzenwelt übernehmen,
–    und in der der Mensch mehr und mehr aus Freiheit, aus einer geistigen Erkenntnis und in der Liebe zur Tat handelt.
In einer solchen Welt suchen – nur um ein Beispiel zu nennen – viele Tausende von Eltern ganz konkret nach Hilfen für die gesunde Entwicklung ihres Kindes, nach einer die Lebenskräfte aufbauenden Ernährung, einer dafür geeigneten Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin – im umfassenden Sinne nach einer individualisierten Lebens- und Umgebungsgestaltung in sozial heilsamen Verhältnissen. Dazu leisten wir mit Hilfe der Anthroposophie einen Beitrag.

Bauen an einer neuen Welt
Auch heute ist deshalb über die Erde hin die Weihnachtsbotschaft im Zusammenhang mit dem «heiligen Kind» aktuell: Lasset uns – zusammen mit allen Menschen, die eines guten Willens sind – solche den Mensch fördernden gesellschaftlichen Verhältnisse aufbauen!
Im Sinne dieses Bauens an einer neuen Welt hoffen wir im Blick auf Weihnachten auf eine tatkräftige Unterstützung von Ihnen. Denn das Goetheanum wird von Ihnen als Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft getragen.
Im Spätsommer haben wir Ihnen einen Überblick über die finanzielle Situation des Goetheanum zukommen lassen (www.goetheanum.org/anthroposophische-gesellschaft/generalversammlung-2018). Daraufhin sind sehr erfreuliche zusätzliche 300 000 Franken für den Haushalt 2018 zusammengekommen. Für die Erreichung unseres Jahreszieles und eine Fortsetzung der begonnenen Entwicklung im kommenden Jahr fehlen uns jetzt noch etwa 400 000 Franken. Können Sie persönlich aus Ihren Möglichkeiten beim Aufbringen dieser Summe mithelfen?
Eine besinnliche Weihnachtszeit und ein zukunftsträchtiges Jahr 2019 wünscht Ihnen

Ihr Justus Wittich
für den Vorstand und die Goetheanum-Leitung

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