Kolloquium Anthroposophische Pharmazie

Pharmazeutisch-ärztliche Arbeitskreise stellen sich vor

Für Pharmazeuten und Ärzte

30. Mai – 1. Juni 2019

Einladung

„Nicht Weisheit vom Menschen ist die richtige Interpretation

des Wortes Anthroposophie, sondern Bewusstsein seines Menschentums.“

Rudolf Steiner, GA 257, 13. Februar 1923

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen aus der Pharmazie und Medizin!

Wir gehen in großen Schritten auf das Jahr 2020 zu, in dem wir 100 Jahre
Anthroposophische Medizin und Pharmazie feiern dürfen. Im Ersten Ärztekurs hat Rudolf
Steiner in der Passions‐ und Osterzeit 1920 über viele Substanzen und einige
Herstellungsverfahren gesprochen (Geisteswissenschaft und Medizin), die nicht nur zu
bewährten Arzneimitteln geführt haben, sondern ganz aktuell eine wichtige Grundlage der
ärztlich‐pharmazeutischen Zusammenarbeit darstellen. Aus dieser heraus erschließen sich
uns für die gemeinschaftliche aber auch die individuelle Erkenntnis immer wieder neue
Zusammenhänge zu Krankheit und Gesundheit beim Menschen, zur Substanzwelt und zur
Möglichkeit der Substanzverwandlung in der Hinorientierung auf den Patienten.

Das Voranschreiten auf diesem Weg, das Tempo und die Tiefe, in der sich
Anthroposophische Pharmazie für die Anthroposophische Medizin fortlaufend
weiterentwickelt, bestimmen wir letztlich durch unsere Anstrengungen ‐ und wie wir diese
mit anderen teilen ‐ selber. Die faktische Trennung der Berufe „Arzt“ und „Apotheker“
durch den Stauferkaiser Friedrich II vor fast 800 Jahren können wir durch berufsübergreifendes
Interesse (Natur – Labor – Mensch) überbrücken.

Insgesamt kann der Eindruck entstehen, dass der Zusammenhalt der pharmazeutisch
tätigen Menschen (Apotheker, Chemiker, Biologen u.a.), denen Anthroposophie als
Arbeitsgrundlage wichtig ist, noch nicht die richtige Form und Intensität gefunden hat. Dazu
mag die (verglichen mit den Ärzten) kleinere Anzahl an aktiven Menschen und teilweise
auch eine gewisse „Firmenbindung“ beigetragen haben. Ferner liegen die
Arbeitsschwerpunkte bei Anthroposophischen Pharmazeuten in öffentlichen Apotheken, in
Krankenhausapotheken, in der Grundlagenforschung und im industriellen Zusammenhang
relativ weit auseinander.

Was eint die Pharmazeuten, damit sie aus einer gestärkten Identität heraus die
Zusammenarbeit mit den ärztlichen Kollegen noch angemessener gestalten können?

Die Medizinische Sektion lädt pharmazeutische und ärztliche Kollegen mit einem sehr
vielfältigen Programm zum Kolloquium Anthroposophische Pharmazie 2019 ans
Goetheanum nach Dornach, bei dem alle Teilnehmer aktiv einbezogen werden sollen.
Wir schauen zunächst weit zurück, indem wir exemplarisch zwei wichtige Pioniere der
Anthroposophischen Pharmazie würdigen und auf die damaligen Zeitverhältnisse blicken.
Viele von uns empfinden eine innere Verbindung mit diesen Menschen, denen wir so viel
verdanken!

 

Aus der gelebten ärztlich‐pharmazeutischen Zusammenarbeit hören wir Berichte aus
mehreren langjährig erprobten Arbeitszusammenhängen mit anschließender Aussprache.
Für diejenigen Arbeitskreise, die sich dieses Mal noch nicht in einem Redebeitrag vorstellen
können (aber auch für die anderen), haben wir die Möglichkeit der Posterpräsentation
vorgesehen. Wir würden uns freuen, wenn Sie Poster aus Ihrem ärztlich‐pharmazeutischen
Arbeitskreis mitbringen könnten.

Zur Gestaltung der Zukunft widmen wir uns folgenden Fragen:

  • Wie nehmen wir uns und unsere Arbeit auf unterschiedlichen oder
    vergleichbaren Tätigkeitsfeldern gegenseitig wahr?
  • Wie vertiefen wir die Zusammenarbeit, um Substanzen und Prozesse immer
    besser zu erleben und zu verstehen?
  • Welche Grundlage ist für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit notwendig?
    Wie lässt sie sich in Worten formulieren?
  • Welchen konkreten Ausgangspunkt nehmen wir als spirituelle Grundlage für
    eine tragende, substanzbildende Gemeinschaft?

 

Zur Mitarbeit an der Ausgestaltung einer zeitgemäßen Gemeinschaft zur Förderung der
Anthroposophischen Pharmazie im Sinne einer „Hüllenbildung“, das heißt einerseits in
einem geschützten Raum, in dem etwas Neues heranwächst, aber zugleich umweltoffen,
über vermeintliche Grenzen hinweg, sind alle aufgerufen, die sich dafür ermutigen wollen.

Mit herzlichen Grüßen

Für den Vorbereitungskreis

Andreas Arendt, Wolfram Engel, Annette Greco, Manfred Kohlhase, Juliane Riedel
Mónica Mennet‐von Eiff und Georg Soldner

 

 

 

 

Tagungsinformationen

Kolloquium Anthroposophische Pharmazie

Tagung der Medizinischen Sektion am Goetheanum

von Donnerstag, 30. Mai bis Samstag 1. Juni 2019

Anmeldung erbeten bis: Donnerstag, 16. Mai 2019

Tagungspreise:

Förderpreis¹: 300 CHF inkl. Verpflegung: 375 CHF

Normalpreis: 200 CHF inkl. Verpflegung: 275 CHF

Ermässigt I²: 100 CHF inkl. Verpflegung: 175 CHF

Ermässigt II³: 25 CHF inkl. Verpflegung: 100 CHF

Tagungsverpflegung

Die Tagungsverpflegung (vegetarisch) beinhaltet 1 Mittag- und 2 Abendessen zum Gesamtpreis von
75 CHF. Die Mahlzeiten sind nicht einzeln buchbar. Nahrungsmittelunverträglichkeiten können in
diesem Rahmen leider nicht berücksichtigt werden.

Parkkarte

für die Dauer der Tagung: 14 CHF (nicht unmittelbar um das Goetheanum). Bei Behinderung bitte
Ausweis sichtbar im Auto hinterlegen.

Zahlungsmodi/Bestätigung
Bei Gruppenanmeldungen erhält die Institution eine Sammelrechnung; nachträgliche Anmeldungen
können nur einzeln gebucht und abgerechnet werden.

Kreditkarte (alle Länder): Der Totalbetrag wird nach Bearbeitung der Anmeldung Ihrer Karte belastet.
Die Anmelde- und Zahlungsbestätigung wird Ihnen per E-Mail oder Post zugesandt.

Rechnung Schweiz: Nach Bearbeitung Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Anmeldebestätigung mit Rechnung. Bitte beachten Sie, dass Rechnungen nur bis 10 Tage vor Veranstaltungsbeginn verschickt werden. Danach sind nur noch Zahlungen per Abbuchung der Kreditkarte oder bei Ankunft möglich.

Rechnung Euro-Raum: Nach Bearbeitung Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Anmeldebestätigung mit Rechnung (deutsches Euro-Konto). Bitte beachten Sie, dass Rechnungen nur bis 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn verschickt werden. Danach sind nur noch Zahlungen per Abbuchung der Kreditkarte oder bei Ankunft möglich.

Andere Länder: Nach Bearbeitung Ihrer Anmeldung wird Ihnen eine Anmeldebestätigung per Post oder E-Mail zugestellt. Die Zahlung erfolgt entweder per Abbuchung der Kreditkarte oder bei Ankunft am Empfang. Zahlungen per Überweisung sind nicht möglich.

Bitte beachten Sie, dass der Tagungsbeitrag vor Beginn der Tagung bei uns eingegangen/entrichtet sein muss.

Tagungskarten: Bezahlte Karten können ebenso wie bis dahin nicht bezahlte bis spätestens eine halbe Stunde vor Beginn am Empfang abgeholt werden. Neben Bargeld in CHF oder € akzeptieren wir auch VISA, MasterCard, ec-direkt und Postcard-Schweiz.

Stornierung: Die schriftliche Stornierung der Tagungsteilnahme ist bis 14 Tage vor Tagungsbeginn (16.05.2019) kostenlos möglich (Datum des Poststempels). Danach werden 50% des Tagungsbetrages erhoben. Die Stornierung der Verpflegung, des Frühstücks, der Gruppenunterkunft oder der Parkkarte ist bis 1 Tag vor Tagungsbeginn (29.05.2019) kostenfrei. Bei Nichterscheinen oder Stornierung am Veranstaltungstag ist der gesamte Rechnungsbetrag fällig. Gerne akzeptieren wir ohne zusätzliche Kosten eine(n) Ersatzteilnehmer(in).

Rücktrittskostenversicherung: Gegen Gebühr (5% der Gesamtkosten, mind. 10 CHF) kann eine Versicherung für den mit dieser Anmeldung gebuchten Gesamtbetrag abgeschlossen werden, welche bei Krankheit (einschl. eigener, im Haushalt lebender Kinder, des Ehepartners), Verlust des Arbeitsplatzes sowie höherer Gewalt die gesamten Rücktrittskosten deckt. 

¹ Wer mehr zahlen kann, hilft mit, dass die Tagung sich selber trägt bzw. unterstützt die Arbeit der Sektion. 

² Für Studierende, SchülerInnen, Pensionierte/Senioren, Erwerbslose, Auszubildende, Militärdienst-/Zivildienstleistende, Menschen mit Behinderungen (IV-Rente). Ermässigung kann nur bei beigelegtem Nachweis/Kopie gewährt werden.

³ Für Medizin oder Pharmazie Studierende. Ermässigung kann nur bei beigelegtem Nachweis/Kopie gewährt werden.

Zum Goetheanum kommt man ...

mit dem Zug:
ab Bahnhof Basel SBB Richtung Laufen mit der S3 bis Dornach-Arlesheim, dann weiter mit Ortsbus 66 bis Haltestelle "Goetheanum".

mit der Strassenbahn:
ab Basel SBB mit Linie 10 bis Bahnhof Dornach-Arlesheim. Weiter mit Ortsbus 66 bis Haltestelle "Goetheanum".

mit dem Auto:
Autobahn Basel Richtung Delémont, Ausfahrt Reinach-Süd, Wegweiser Dornach, dann Wegweiser Goetheanum. Die Parkplätze am Goetheanum sind gebührenpflichtig (auch am Abend und an Wochenenden sowie Feiertagen)

zu Fuss:
15 Minuten vom Bahnhof Dornach-Arlesheim

Unterkünfte

Ausführliche Informationen zu Unterkünften in der Nähe des Goetheanum finden Sie

Zum Veranstalter:
Medizinische Sektion