Noticias del Goetheanum

Europäische Tage des Denkmals am Goetheanum

creado por Kurt Remund |
Am 8. September 2012 gab es am Goetheanum zwei Führungen zum Thema Beton. Eingeladen hatte das Amt für Denkmalpflege des Kantons Solothurn.

Die Begegnung mit der rund 75 Jahre alten und doch modern wirkenden Betonarchitektur des Goetheanum wurde vom Bund Schweizer Architekten (BSA), vertreten durch die Architekten Marcel Hügi und Urs Allemann aus Solothurn, organisiert. Der Bauingenieur Urs Wanner, der die erste Etappe der Betonsanierung am Goetheanum betreute (1996 abgeschlossen), und Kurt Remund, ehemaliger Leiter der Bau-Administration am Goetheanum, ergänzten den Kreis der Führenden.

Obwohl es aus dem Umfeld des Goetheanum keine Ankündigungen gab, kamen etwa 30 Interessierte auf den Hügel, um an den beiden Begehungen teilzunehmen.  Besonders hervorgehoben wurde die Fachkompetenz der Führenden.

Begonnen wurde im Westtreppenhaus, in welchem auch innen die vollständige Betonarchitektur zu sehen ist. An den Wänden hingen Pläne aus dem Planarchiv des Goetheanum, Helios oder Blaupausen. Am Beispiel von Partien des Westtreppenhauses wurde evident, wie sorgfältig die Statiker während den Baujahren 1925 bis 1928 arbeiteten. Auch zu den kompliziertesten Formen wurden Schalungspläne erstellt, ergänzt durch die Armierungpläne und die dazu gehörenden Eisenlisten. Erstaunlich, was die Statiker damals leisteten ohne Computer, ohne Taschenrechner, ohne vorgegebene Programme und vor allem ohne eine gültige Betontechnologie im Hintergrund zu haben.

Der Rundgang führte über die Terrasse, den Kuppelraum unter dem Dach, durch ein noch heute unfertiges Treppenhaus und durch technische Bühnenräume. Bewundernswert, wie damals an Ort und Stelle Betonfachwerke (Gitterträger) gegossen, wie Verstärkungsrippen angeordnet wurden, um die nur etwa 20 cm starken Beton-Außenwände und nur 8 cm starken Dachplatten auszusteifen. So konnte teures Material und Gewicht gespart werden (die Arbeitszeit war damals im Verhältnis viel billiger). Auch die neuen Spritzbetonwände des Großen Saales wurden besichtigt und erläutert.

Auf der Terrasse dann die Begegnung mit dem Sichtbetonbau. Zum Sichtbeton gibt es nirgends dokumentierte Hinweise dahin, dass er beabsichtigt war. Rudolf Steiner liess alle seine Betonbauwerke verputzen. Das nach seinem Tod erbaute zweite Goetheanum erlitt, wie bereits das erste, durch einen Weltkrieg eine nahezu vollständige Unterbrechung der Bauarbeiten. Erst etwa 30 Jahre nach seiner Erstellung konnte an dringende Ausbauten des weitgehend roh gebliebenen Baues herangetreten werden. In dieser Zeit ging das Goetheanum in die Architektur und Kunstgeschichte ein – als Sichtbetonbau! Seit gut zwei Jahrzehnten steht es als solcher unter Denkmalschutz, Sichtbeton eingeschlossen.

Den Abschluss bildete das Thema der Betonsanierung. Urs Wanner erläuterte das an allen alten Betonbauten auftretende Phänomen der Betonschäden, um dann auf die Methode der durchgeführten Sanierung des Bühnentraktes und vor allem die vorgesehene für den restlichen Bau mit den teils stark gekrümmten Flächen einzugehen. Dank der Methode einer Hydrophobierung wird es möglich sein, auch die komplizierten Flächen des Westbaues verhältnismässig schnell und kostengünstig zu sanieren. 

Verwandtes Thema: Aufruf zur Sanierung


Esta semana en el Goetheanum

Goetheanum –
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El Goetheanum es la sede de la Escuela Superior Libre para la Ciencia Espiritual y la Sociedad Antroposófica mundial. La Escuela Superior Libre para la Ciencia Espiritual, con sus once secciones, participa activamente en la investigación, el desarrollo, la enseñanza y la implementación práctica de sus resultados y cuenta con el apoyo de su trabajo por parte de la Sociedad Antroposófica.

Los eventos van desde conferencias hasta coloquios especializados, hasta grandes congresos internacionales e incluyen actuaciones de sus propios conjuntos y apariciones como invitado en teatro, teatro, títeres y música.

Ubicado en el paisaje del Jura, a 10 kilómetros al sur de Basilea, el Goetheanum se eleva en su expresiva arquitectura en la colina Dornach con un pintoresco parque jardín, cafetería y librería.