Noticias del Goetheanum

40. Todesjahr von Margarita Woloschin

creado por Andrea Hitsch |
Margarita Woloschin wusste von früher Kindheit an, dass sie Malerin werden sollte. Von den damals bekanntesten Malern erhielt sie Unterricht – später malte sie die kleine Kuppel des Ersten Goetheanum mit aus. Geboren wurde sie am 31. Januar 1882 in Moskau.

Ihre große Frage war: Welche Aufgabe hat die Malerei, hat die Kunst im Leben der Menschen? Sie klopfte an die Tür von Leo Tolstoi und erwartete seine Antwort auf diese Frage. Er rät ihr: "Werde Bäuerin, wenn du nur malst, ist das so, als würdest du auf einem hohen Turm sitzen und an Bindfäden Gegenstände herunterlassen – die keiner braucht." Sie selbst schrieb über dieses Erlebnis: "Ich schaute in Tolstois Augen, die durch seine Augenbrauen leuchteten wie die Augen des Pan durch das Waldesdickicht, weise, wie die Natur selbst. Ich fühlte die Größe seiner Persönlichkeit, die Kraft der Wahrheit, die in ihm wirkte. Aber die Worte, die ich in diesem Augenblick hörte, empfand ich als naiv, ja – töricht. Die Probleme der Kunst und der sozialen Ordnung führten mich zu tieferen Fragen über den Sinn des Lebens überhaupt."

1905 ist sie in Zürich und hört einen Vortrag von Rudolf Steiner. Danach fragt sie ihn: "Wie kann man zu einer Erkenntnis der geistigen Welt kommen in der vollen Beherrschung des Tagesbewusstseins und ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren?" 

Zurück in Russland, heiratet sie 1906 den Dichter und Maler Maximilian Woloschin. Sie übersetzt Rudolf Steiners "Geheimwissenschaft" in die russische Sprache und ist am 20. September 1913 bei der Gründung der Anthroposophischen Gesellschaft in Russland helfend dabei. Und sie übt die Kunst der Eurythmie aus, gehört zu den ersten Schülerinnen von Lory Maier-Smits. 1914 schnitzt sie mit am Ersten Goetheanum und malt in der Kuppel – dort erhält sie mehr und mehr Antwort auf ihre großen Fragen.

In der russischen Revolution erleidet sie Hunger, Kälte und Krankheit, bis sie nach fünfeinhalb Jahren, 1924, lungenkrank, von Lory Maier-Smits in Deutschland aufgenommen wird. Eine neue Tonart erklingt: Sie erkundet die Porträtmalerei sowie Märchen- und Legendenmotive. Außerdem entstehen viele Altarbilder unter ihrer herzgetragenen Hand. 

Bis ins hohe Alter war sie für die Menschen da. Von vielen aufgesucht, war sie die Gebende, die Schützende. Ihr Leben ersteht als Opfer für das Leben in der Kunst und "im Werden" – auf diesem Weg zwischen Russland und Europa – "zum Sein sich gestaltend" (so Rudolf Steiner in seinem Spruch zum ‹Wassermann›).

Weiteres in der biografischen Skizze in "Anthroposophie im 20. Jahrhundert. Ein Kulturimpuls in biografischen Porträts", Verlag am Goetheanum 2003, und online.


Esta semana en el Goetheanum

Goetheanum –
Escuela superior libre
para la Ciencia Espiritual

El Goetheanum es la sede de la Escuela Superior Libre para la Ciencia Espiritual y la Sociedad Antroposófica mundial. La Escuela Superior Libre para la Ciencia Espiritual, con sus once secciones, participa activamente en la investigación, el desarrollo, la enseñanza y la implementación práctica de sus resultados y cuenta con el apoyo de su trabajo por parte de la Sociedad Antroposófica.

Los eventos van desde conferencias hasta coloquios especializados, hasta grandes congresos internacionales e incluyen actuaciones de sus propios conjuntos y apariciones como invitado en teatro, teatro, títeres y música.

Ubicado en el paisaje del Jura, a 10 kilómetros al sur de Basilea, el Goetheanum se eleva en su expresiva arquitectura en la colina Dornach con un pintoresco parque jardín, cafetería y librería.