News from the Goetheanum

Zu Gast: Eurythmie-Studio Focus probt "Momo"

Created by Sebastian Jüngel |
Seit 3. und noch bis 11. Januar 2013 ist das Eurythmie-Studio Focus mit seinem Projekt "Momo" zu Gast am Goetheanum. "Momo" wird am Goetheanum auch Premiere haben.

Die Bühne ist offen. Der Blick fällt auf eine gezackte, leicht glitzernde "Bretterwand". Die Musiker lassen ihre Instrumente erklingen, es pfeift, es quetscht sich ein Ton durch ein Blasinstrument, das Schlagzeug spielt leise seine Rhythmen. Dann treten die Eurythmisten auf, bereiten sich im Kreis mit "Ich denke die Rede" in drei Varianten auf die Probe vor. Erste Szene am heutigen Nachmittag: Momo wird von ihren Freunden verlassen.

Das Goetheanum ist für neun Tage Probenort des freien Projekts "Momo" nach Michael Ende. Auch wenn die Premiere am 6. April noch fast drei Monate Zeit hat, sind schon jetzt dichte Momente erlebbar. Momo wird von der Schildkröte Kassiopeia abgeholt, die bei Ende schnell voranzukommen vermag, weil sie es in aller Ruhe tut. Die grauen Herren, die sich durch das Wesen von Momo in ihrer Existenz gefährdet fühlen, versuchen es dagegen durch äußere Geschwindigkeit (in der Inszenierung auf Trottinetten). Momo wird von Meister Hora herzlich empfangen und zu ihrer eigenen Zeit geführt.

Elsemarie ten Brink achtet heute auf den Zusammenklang von Musik und Sprache. Noch übertönen die Musiker die Sprecher. Ruhig und sicher gibt ten Brink ihre Anweisungen. Bei der Wiederholung ist die Sprache besser zu hören, weil die Musiker sich stärker zurückhalten und auch weil die Sprecher nun an der Seite, unverdeckt, zum Publikum sprechen. Später, beim Betreten Momos und Kassiopeia der Niemandsgasse vor dem Tor von Meister Hora, achtet ten Brink genau auf die Bewegungsabläufe der Eurythmisten, die mit Musik und Sprache zu koordinieren sind und eine Gesamtstimmung ergeben sollen. Jetzt darf die Musik das Timing bestimmen, und die Spracheinsätze folgen dem Fluss der berührenden Musik von Pedro Guiraud. Nach und nach reift das Angelegte weiter, bis ten Brink nach anderthalb Stunden eine Pause setzt. Licht im Saal, letzte Feinabstimmungen werden ausgetauscht.

"Momo" ist ein Projekt des Eurythmie-Studios Focus. Die Initiative hatten die beiden Eurythmistinnen Franziska Knetsch und Anne-Kathrin Korf ergriffen; sie gewannen Elsemarie ten Brink als Regisseurin und künstlerische Leiterin. Mit "Momo" soll dem Publikum ein Eurythmieprogramm geboten werden, das zeitgenössische Themen behandelt und jungen Eurythmisten einen Raum für künstlerische Vertiefung schafft.

Premiere: 6. April 2013, 20 Uhr, Goetheanum.
Weitere Aufführung am Goetheanum: 1. Juni, 20 Uhr

Details zum Projekt

 


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