News from the Goetheanum

Verzicht auf Einspruch vor dem Bundesgericht

Created by Wolfgang Held | |   General Anthroposophical Society
Der Vorstand der Anthroposophischen Gesellschaft hat an der Generalversammlung am 19. März 2005 den Entschluss mitgeteilt, keine bundesgerichtlichen Rechtsmittel gegen die Urteile des Solothurner Obergerichtes einzulegen. Mit diesem Entschluss ist der entschiedene Wille des Vorstandes verbunden, die gerichtliche Auseinandersetzung zu beenden, um die kulturellen und spirituellen Tätigkeiten der Anthroposophischen Gesellschaft verstärkt entfalten zu können.

Im März 2002 hatte der Vorstand der Anthroposophischen Gesellschaft sein Vorhaben umrissen, Klarheit in die vereinsrechtliche Beschaffenheit der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft zu bringen. Neben dem 1913 geschaffenen Verein wurde 10 Jahre später in einem eigenen feierlichen Gründungsakt durch Rudolf Steiner die Gestalt der Anthroposophischen Gesellschaft geschaffen, dem sich die Mitglieder auch heute noch verpflichtet fühlen. Das Verhältnis dieser beiden Gesellschaftsrechtlichen Formen gab immer wieder Anlass zu Diskussionen. Gestützt auf ein Rechtsgutachten von Prof. Furrer und Dr. Erdmenger zeichnete sich die Möglichkeit ab, die rechtliche Verfassung der heutigen Anthroposophischen

Gesellschaft direkt auf die Gründung von 1923 zu beziehen. Eine ausserordentliche

Mitgliederversammlung bestätigte 2002 diesen Willen. Dieser Beschluss wurde

von Mitgliedern gerichtlich hinterfragt. Mit dem Entscheid des Solothurner Obergerichtes hat jetzt die Auffassung Gültigkeit gewonnen, dass die Weihnachten 1923 gegründete Gesellschaft zwei Jahre später in den Verein von 1913 hineinfusionierte und dadurch nach schweizerischem Vereinsrecht als eigenständige Körperschaft aufgelöst wurde.

Bei der aktuellen Entscheidung, auf eine weitere Berufung zu verzichten, spielen drei

Gesichtspunkte eine Rolle: Die beiden gerichtlichen Instanzen haben bezüglich der Existenz der Gesellschaft von 1923 ein Hauptgewicht auf die vereinsrechtlich relevanten Handlungen und Äusserungen der Gesellschaftsmitglieder gelegt. Diese Bewertung scheint Ausdruck der schweizerischen Rechtsauffassung zu sein und soll deshalb anerkannt werden. Ausserdem können die zum Teil unrichtigen Tatsachenfeststellungen des Obergerichtes aus prozessrechtlichen Gründen nur noch beschränkt vor dem Bundesgericht gerügt werden. Als dritter Gesichtspunkt war massgebend, dass eine Fortführung der gerichtlichen Auseinandersetzung ein verzerrtes Bild der Intentionen der Anthroposophischen Gesellschaft in der Öffentlichkeit zeichnet.

In der näheren Zukunft wird es darum gehen, auf der Grundlage der nun geklärten vereinsrechtlichen Verhältnisse den Reformprozess der Anthroposophischen Gesellschaft so fortzusetzen, dass ihr Charakter der Initiativfreiheit und der Mitgestaltung sich entfalten kann.


This week at the Goetheanum

Goetheanum –
School of
Spiritual Science

The Goetheanum is the headquarters for the School of Spiritual Science and the General Anthroposophical Society. The School of Spiritual Science with its eleven sections is active worldwide in research, development, teaching, and the practical implementation of its research findings and is supported by the Anthroposophical Society.

Events range from lectures on special themes, to large, international conferences, to performances by  ensembles and guest performances in Eurythmy, theater, puppetry and music. 

Situated in the Jura landscape, 10 Kilometers South of Basel, the Goetheanum sits grand on the Dornach hill, with its expressive architecture and picturesque garden park, café and a bookstore.