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News from the Goetheanum

Verein sichert Architekturpfad Dornach Arlesheim

Created by Franz Ackermann |
Am 14. Februar 2013 wurde in Dornach der Verein "Architekturpfad Dornach Arlesheim" von zwölf Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen. Mit dabei: Mitarbeiter des Goetheanum.

Unter Anwesenheit des Dornacher Gemeindeammanns (Gemeindepräsident) fand am 14.
Februar im Saal des Dornacher Gemeinderats die Gründung des Vereins "Architekturpfad Dornach Arlesheim" statt. Als Präsident wurde Oliver Conradt gewählt, Stiftungsrat der Stiftung Edith Maryon und Sektionsleiter am Goetheanum.

Die Hauptaufgabe des Vereins, der durch die Gemeinden Dornach und Arlesheim sowie zahlreiche anthroposophische Einrichtungen und Einzelpersonen getragen wird, ist die Pflege und Förderung der vier Architekturpfade in Dornach und Arlesheim. In der Umgebung des Dornacher Goetheanum-Hügels umfassen sie rund 180 Bauten, die im von Jolanthe Kugler im renommierten Niggli-Verlag herausgegebenen Architekturführer "Die Dornacher Kolonie" dokumentiert sind. 

Mit der Vereinsgründung wird der Erhalt der Architekturpfade, die in Flyern in drei Sprachen erläutert werden, längerfristig sichergestellt. In Zusammenarbeit mit den Führungen am Goetheanum sollen auch weiterhin Führungen zu den architektonisch wertvollen Bauten angeboten werden. Angestrebt werden von Zeit zu Zeit besondere Veranstaltungen, die das soziale und natürliche Zusammenleben am Goetheanum-Hügel fördern soll.

Gemeindepräsident Christian Schlatter erwähnte, dass der Name "Dornach" weit in die Welt hinaus klinge. Die Lebensleistung Rudolf Steiners sei wesentlich mitprägend für das Leben und Arbeiten in der Gemeinde. Er freue sich, dass die Pfade anlässlich Rudolf Steiners 150. Geburtstag eingeweiht worden seien. Pfade seien dafür da, um auf ihnen hin und her zu gehen. Er hoffe, dass mit dieser Gründung das gegenseitige Wahrnehmen und Begegnen in der Gemeinde seinen Ausdruck finde.

Zu Beginn der Gründungsversammlung sprach Walter Kugler, bis vor Kurzem Leiter des Rudolf-Steiner-Archivs in Dornach, in einer launigen Ansprache zur kulturgeschichtlichen Bedeutung der "Dornacher Kolonie", wie sie zu Rudolf Steiners Zeit genannt wurde. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebte unter vielen Menschen eine Aufbruchstimmung, die sich in der sogenannten Reformbewegung mit ihrem symptomatischen Ruf "Weltgeist, wo bist du?" an vielen Orten Europas äußerte.

Zentren entstanden, Kolonien, wo Menschen ein neues Zusammenleben erprobten, Natur und Landwirtschaft pflegten, Kunstimpulse entzündeten. Dazu gehören die Dresdner Gartenstadt sowie die Darmstädter Mathildenhöhe. Am bekanntesten sind die Worbsweder Künstler um Heinrich Vogeler und Paula Moderson sowie Rainer Maria Rilke und die Bewegung, die am Monte Verità, dem Berg der Wahrheit, bei Ascona mit dem Ruf "Zurück zur Natur" ihren Ausdruck fand.

All diese Aufbruchsbewegungen sind heute Geschichte. Nur der Kolonieimpuls am Goetheanum-Hügel hat an Aktualität nichts eingebüßt, der 1913 mit dem Bau des Goetheanum seinen Anfang nahm und Künstler aus aller Welt nach Dornach rief. Das soziale Miteinander wurde maßgeblich durch Edith Maryon mitgeprägt, die mit den Eurythmiehäusern den Anfang für einen sozialen Wohnungsbau setzte. Das Goetheanum als Hochschule und Veranstaltungsort wurde bald ein Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt. In seiner unmittelbaren Umgebung entstand im Laufe des 20. Jahrhunderts die weltweit charakteristischste Siedlung aus organisch-goetheanistischen Wohn- und Zweckbauten.

Anlässlich des 150. Geburtstags Rudolf Steiners im Jahr 2011 wurde diesem einzigartigen Ensemble, dieser Synthese aus Natur und Kultur, auf zeitgemäße Art neu Ausdruck verliehen. Der Architekturführer von Jolanthe Kugler, besonders gefördert durch die Fachhochschule Nordwestschweiz, schuf die Grundlage, dass am Sonntag, den 4. September 2011, ein farbenfroher Event in Dornach uns Arlesheim stattfinden konnte.  Die Dornacher Kolonie in mehr als 50 organisch-goetheanistischen Wohn- und Zweckbauten war an diesem Tag erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. 

Die Architekturpfade wurden mittels Gelder der Lotteriefonds der Kantone Solothurn, Baselland und Basel Stadt sowie erheblicher Beiträge der Gemeinden Dornach und Arlesheim ermöglicht. Die Anthroposophischen Gesellschaft in der Schweiz, das Goetheanum sowie weitere Förderer und Sponsoren, insbesondere die Gesamtorganisation der Einweihungsveranstaltungen durch die Stiftung Edith Maryon haben zum Gelingen der Einweihungsanlässe beigetragen.

Weitere Informationen zum Architekturpfad Dornach Arlesheim

 


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Goetheanum –
School of
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The Goetheanum is the headquarters for the School of Spiritual Science and the General Anthroposophical Society. The School of Spiritual Science with its eleven sections is active worldwide in research, development, teaching, and the practical implementation of its research findings and is supported by the Anthroposophical Society.

Events range from lectures on special themes, to large, international conferences, to performances by  ensembles and guest performances in Eurythmy, theater, puppetry and music. 

Situated in the Jura landscape, 10 Kilometers South of Basel, the Goetheanum sits grand on the Dornach hill, with its expressive architecture and picturesque garden park, café and a bookstore.