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Repräsentative Umfrage: Jeder fünfte Deutsche kennt Anthroposophie

Created by Isabell von Heymann | |   Anthroposophy

Dornach/Hamburg, 11. April 2003. 22 Prozent der Deutschen haben laut einer repräsentativen Umfrage den Begriff "Anthroposophie" schon einmal gehört oder gelesen. Knapp 17 Prozent der Befragten, das sind rund 15 Millionen Bundesbürger, bringen die Anthroposophie mit der Waldorfpädagogik in Zusammenhang, zwölf Prozent stellen eine direkte Verbindung zur Persönlichkeit ihres Begründers, Rudolf Steiner, her.

 

18 Prozent der "spontanen Kenner" umschreiben Anthroposophie als "Lehre, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt", etwa 11 Prozent verstehen unter dem Begriff eine "Lebenseinstellung oder Weltanschauung". 25 Prozent der Interviewten, die den Begriff kennen, fällt es schwer, näher zu erläutern, was sie damit verbinden.

 

Die repräsentative Befragung wurde mit 1 000 Männern, Frauen und Jugendlichen ab 14 Jahren in den alten und neuen Bundesländern in Deutschland durchgeführt, dem Land mit rund 20 000 der weltweit insgesamt etwa 52 000 Mitgliedern der Anthroposophischen Gesellschaft.

 

Ein deutliches West-Ost- und Süd-Nord-Gefälle hinsichtlich der Kenntnis des Begriffs Anthroposophie ist erkennbar. Ferner fällt auf, dass in Nordrhein-Westfalen die prozentual höchste Anzahl an "spontanen Anthroposophie-Kennern" - so die Bezeichnung in der Studie -; zu finden ist. Dies könnte auf die überproportional grosse Dichte an Waldorfschulen und -kindergärten im bevölkerungsstärksten Bundesland zurückzuführen sein, und spiegeln, dass die Anthroposophie der Öffentlichkeit vor allem durch die Waldorfpädagogik bekannt ist.

 

Die Befragung führten geschulte Interviewer des unabhängigen Forschungsinstituts IPSOS, Hamburg, im Oktober des vergangenen Jahres – im Auftrag der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und finanziert vom internationalen Arzneimittelhersteller Weleda AG – durch. Der Fragebogen stellte die Kenntnis des Begriffs Anthroposophie und das Wissen um die Geisteswissenschaft ins Zentrum, nicht das Image anthroposophischer Einrichtungen oder Produkte. Verfahren wurde nach der Face-to-face Methode, in der fragende und antwortende Person ein direktes Gespräch führen.

 

Fazit

 

Die repräsentative Befragung der Deutschen führt neben interessanten Einzelergebnissen zu zwei Erkenntnissen: Der Begriff Anthroposophie ist in Deutschland, gemessen an ihrer über einhundertjährigen Geschichte, wenig bekannt. Er ist nicht negativ besetzt, dabei jedoch kaum durch differenzierte Inhalte bestimmt.

 

Die vollständige Studie kann angefordert werden unter:

isabell.heymann@goetheanum.ch

 


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