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News from the Goetheanum

Pfingsttagung: Die Botschaft des "Fünften Evangeliums"

Created by Christa Ackeret |
Die von Christiane Haid (Leiterin der Sektion für Schöne Wissenschaften) und Seija Zimmermann (Allgemeine Anthroposophische Sektion) geleitete Pfingsttagung zum "Fünften Evangelium" zog auch manchen an, der nicht Mitglied der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft ist.

Eingeleitet wurde die Tagung von Eurythmie zu den Worten des "umgekehrten Vaterunsers", das Rudolf Steiner an den Anfang seiner Vorträge über das  "Fünfte Evangeliums" gestellt hat.

Schon im Einführungsvortrag von Christiane Haid über "Das Evangelium der Erkenntnis und die fünfte nachatlantische Epoche" und dann im Abendvortrag von Michael Debus wurde deutlich, dass durch diese Tagung zwei sich gegenseitig befruchtende Ströme ziehen würden, um zum inneren Verständnis und zum inneren Erleben eines fünften Evangeliums zu kommen: Der eine Strom betraf den Weg des menschlichen Denkens und der geistigen Arbeit anhand der Sprache bis hin zur Darstellung der Akasha-(Weltgedächtnis)-Forschung Rudolf Steiners, auf die nahezu alle Vorträge Bezug nahmen. Der andere Strom durchzog die ganze Tagung künstlerisch, indem Empfindungen und Stimmungen durch Eurythmie, Sprache und Musik geweckt und zum ahnenden seelischen Erleben gebracht wurden.

Wie Rudolf Steiners Forschung sich vollzog, wurde unter anderem in den Vorträgen von Marc Desaules, der über die dritte Versuchung im Zusammenhang mit dem Wirtschaftsleben sprach, und Virginia Sease, die über die vom Pfingstereignis befeuerten Jünger und ihr Fortwirken vortrug, angesprochen.

Wie Rudolf Steiner gerungen hat, diese geistigen Forschungen in die deutsche Sprache zu bringen, wurde miterlebbar durch die Erinnerungen von Andrej Belyj, einen der Zeitzeugen bei den Vorträgen über das "Fünfte Evangelium" damals in Kristiania/Oslo 1913. Aus seinem Buch "Verwandeln des Lebens" las – eher: veranschaulichte – der Schauspieler Dirk Heinrich eindrücklich die Seelenstimmung, die Belyj beim Miterleben der Vorträge ergriff. Es war wie ein großes Atemanhalten, in die Eurythmie nach Musik von Zoltan Kodaly ein Ausatmen möglich machte, um sich aufs Neue für Belyjs Erinnerungen zu öffnen. So machte die Eurythmie erlebbar, was oftmals noch verwehrt ist, auch erlaubte sie in besonderer Weise, ein Verständnis des umgekehrten Vaterunsers zu entwickeln. Die täglichen Wiederholungen dieses Gebets in Eurythmie wie das Erleben des  "Aum", vorgetragen von Aban Bana,  waren solche Erlebnisse.

Die Kulmination der beiden Ströme dieser Tagung – der weitere Vortrag von Seija Zimmermann über "Licht und Finsternis. Bewusstsein als Grenzerlebnis" und die vielen künstlerischen Darbietungen – wurde weitergeführt durch den Abschlussvortrag von Michael Debus, der über den Weg des Jesus als Repräsentant der Menschheit an der Zeitenwende sprach. Hier schlossen sich zentrale Motive des "Fünften Evangeliums" in einer Zukunftsperspektive zusammen.

 


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