News from the Goetheanum

"Michaels weisende Hand in orientierungsloser Zeit"

Created by Wolfgang Held |
Manfred Klett und seine Frau Li Klett verlassen nach 22 Jahren das Goetheanum

Vor der Mitarbeiterschaft hielt Manfred Klett eine Abschiedsrede. So wie er und seine Frau nun "schweren Herzens" das Goetheanum verlassen, so war es auch keine leichte Entscheidung, vor 22 Jahren dem Dottenfelder Hof zugunsten des Goetheanum den Rücken zu kehren. Klett hatte dort mit fünf Familien den wohl ersten gemeinschaftlich geführten Demeterhof gegründet und bis heute hat er seine Vorbildfunktion nicht verloren. Er schilderte, dass für ihn für diesen Entschluss die Beantwortung zweier Fragen wichtig war. Wie sollte die Sektion geführt werden, was ist ihre Aufgabe? Und als zweite Frage: Was heißt es für die eigene anthroposophische Arbeit, dass Rudolf Steiner und mit ihm, so Klett, auch das Wesen Anthropsoophie sich von der Erde gelöst hat? Er selbst hat damit seine Existenz "umgestülpt" - wie könnte dem folgend die Umstülpung der anthroposophischen Arbeit aussehen?

Manfred Klett sprach von vier Aufgaben während seiner Zeit als Verantwortlicher der Landwirtschaftlichen Sektion von 1988 bis 2001.

1. Begegnung mit den biologisch-dynamisch Tätigen weltweit
Mit dem Tod Rudolf Steiners, so Manfred Klett, wurde aus dem Ausstrahlungsort Goetheanum ein Einstrahlungsort. Peripherie und Zentrum tauschten sich aus. Von der esoterischen Arbeit der Sektion fließt die Anthroposophie in die Lebenspraxis und dort kann sich die "geistige Kommunion" ereignen. Das hatte eine Fülle von Reisen zur Folge. 

2. Tagungen als Ort und Zeitpunkt der Begegnung
Wenn nun Anthroposophie und Lebenspraxis sich vereinen, kann in der Wahrnehmung und im Verstehen dessen, das Goetheanum zu einem neuen Zentrum wachsen, indem sich aus der Wahrnehmung der Esoterik aus der Lebenspraxis sich neue spirituelle Impulse ergeben.  

3. Die Zusammenarbeit im Hochschulkollegium
Anfang der 90iger Jahre wurde das Hochschulkollegium begründet. Hier kommen wöchtentlich die Sektionsverantwortlichen zusammen. Im Jahr 2000 war ein wichtiger Punkt in der Entwicklung dieses Gremiums erreicht, als Manfred Schmidt-Brabant, damals erster Vorsitzender des Vorstandes, dieses Gremium als Leitungsgremium der Hochschule bezeichnete. Manfred Klett bedauerte, daß sich diese Entwicklung des Hochschulkollegiums als souveräner Verantwortungsträger der Hochschule nicht fortsetzen konnte.  

4. Die Perspektiven der esoterischen Arbeit
Manfred Klett sprach über das Phänomen, dass es heute, in einer sich schnell wandelnden Welt,  kaum möglich sei, aus persönlicher Anschauung, Perspektiven und Visionen zu entwickeln. Sein Ratschlag: Wenn es gelingt, die zentralen anthroposophischen Vorstellungen und Bilder in sich mit Gemütstiefe wach zu halten, dann könne die Inspiration des Zeitgeistes, dann könne "Michaels weissende Hand" die Perspektiven für das Handeln in die menschliche Seele legen. 

Mit einem Dank an alle Mitarbeitenden des Goetheanum und einem Dank an seine Frau für die Unterstützung  schloss Manfred Klett seine bewegende Rede. 

 

 

 

 

 


This week at the Goetheanum

Goetheanum –
School of
Spiritual Science

The Goetheanum is the headquarters for the School of Spiritual Science and the General Anthroposophical Society. The School of Spiritual Science with its eleven sections is active worldwide in research, development, teaching, and the practical implementation of its research findings and is supported by the Anthroposophical Society.

Events range from lectures on special themes, to large, international conferences, to performances by  ensembles and guest performances in Eurythmy, theater, puppetry and music. 

Situated in the Jura landscape, 10 Kilometers South of Basel, the Goetheanum sits grand on the Dornach hill, with its expressive architecture and picturesque garden park, café and a bookstore.