News from the Goetheanum

Marret Winger singt Steffen am Goetheanum

Created by Christian Ginat |
Im Rahmen der Steffen-Tagung "Ordnung der Geschicke" sang die Sopranistin Marret Winger in ihrem Programm "Aber die Sonne ist die Liebe" am 25. Januar 2014 neue Vertonungen zweier Gedichtzyklen durch Raimund Schwedeler und Torben Maiwald mit Steffen Hartmann am Klavier.

Gleich mit dem ersten unbegleiteten Lied erreichte die junge Hamburger Sopranistin Marret Winger eine Schlichtheit der Gestaltung, die das Lied zu einem reinem Geschenk werden lässt. In den weiteren Liedern trafen sich die "ertasteten" Töne des Pianisten Steffen Hartmann mit den gesungenen gleichsam im Regenbogen. Der Komponist Torben Maiwald hat seinen Zyklus von zwölf Steffen-Liedern mit einer solchen außergewöhnlichen Zurückhaltung geschrieben, dass sie fast an Volkslieder erinnern. Dabei entsteht eine Frische, die einem Albert Steffen neu erleben lässt und glauben macht, er hätte immer so klingen wollen.

So folgt man Hartmann gern, als er in der zweiten Einleitung von der Möglichkeit einer Begegnung mit Albert Steffen redet, die von seinen Verstrickungen mit der Tragik des Dornacher Urvorstandes nicht mehr belastet wird. Ein aktiver Gedanke in die Zukunft.

Es folgten die Steffen-Lieder "Aus einer alten Geschichte" Opus 82 von Raimund Schwedeler. Da hatte die komplexere Komposition neben der einfacheren von Maiwald Torben einen schweren Stand. Es gelang mir nicht im ersten Hören, die Evidenz eines echten Kunsteindruckes zu erreichen.

Zum Abschluss regte Winger an, sich den ausgestellten Aquarellen und Skizzen von Albert Steffen zuzuwenden. Wieso hatte ich es noch nicht bemerkt?! Diese Bilder wollen mit und aus Klängen erlebt werden.

Der Verdacht kommt, es sei zu schön – doch... "und wieder sang es, da ich schlief".


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