News from the Goetheanum

Kunstsammlung am Goetheanum stellt erstmals aus: "Ungesehene" Malerei im ersten Goetheanum-Bauwerk

Created by Isabell von Heymann | |   Art & Culture

Dornach, 6. Februar 2004. „Wie sah die ursprüngliche Ausmalung des ersten Goetheanums aus?“ Dieser Frage widmet sich die Ausstellung, die am Samstag, den 13. März im sogenannten Terrassensaal des heutigen, zweiten, Goetheanum-Bauwerks in Dornach eröffnet wird. Rudolf Steiner, Erbauer des Goetheanums und Begründer der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft, hatte sich nach der malerischen Ausgestaltung in der kleineren der beiden Kuppeln des Bauwerks selbst als Künstler betätigt. Die bis heute „ungesehenen“ Malereien der beauftragten Maler und Zeichner aus ganz Europa sind erstmals zu sehen und werden von einem interessanten Rahmenprogramm begleitet.

Anthroposophische Kunstgeschichte in drei Fragestellungen

Die Übermalungen der kleinen Kuppel, die den Bühnen-Raum beherbergen sollte, nahm Rudolf Steiner noch vor der Eröffnung des Goetheanum-Baus im Jahr 1920 zu Bauzeiten vor. Wie die Bemalung vor seiner Überarbeitung ausgesehen hat blieb ein Rätsel. Mit den ausgestellten Entwürfen der Künstler soll eine grösstmögliche Annäherung an diese Frage versucht werden.

Auch worin genau beim einzelnen Motiv der Ausmalungen der Anteil Rudolf Steiners zu finden war blieb ungewiss. Handelte es sich um Korrekturen von Details, Übermalungen oder womöglich Abwaschungen mit anschliessender Neugestaltung? Fotografien und Dokumente versuchen nun, auch diese Frage zu erhellen.

Und schliesslich: Die Künstlerin Hilde Raske (1903 – 1986) hinterliess eine Reihe von Studien in „Gegenfarben“ zu Rudolf Steiners Entwürfen, die eine umfassende, bislang nicht zur Kenntnis genommene Forschungsfrage für Künstler wie Kulturwissenschaftler deutlich macht.

Beauftragung, Durchführung. – Konzeptänderung?

Rudolf Steiner selbst hatte die Künstler, die mit der Ausgestaltung der kleinen Kuppel des ersten Goetheanum-Bauwerks beauftragt worden waren, sorgfältig ausgewählt. Der Aufgabe schienen in den Augen des Bauherrn der Däne Arild Rosenkrantz (1870 – 1964), die Britin Louise Clason (1873 – 1954), die Österreicherin Ella Dziubaniuk (1881 – 1944), der Niederländerin Mieta Waller (1883 – 1954) und die Russin Margarita Woloschina (1882 – 1973) zunächst gewachsen. Warum er dennoch selbst Hand anlegte, will die Ausstellung visuell nachvollziehbar machen.

Treffpunkt Terrassensaal

Die Ausstellung ist vom 14. März bis 25. April im Terrassensaal des Goetheanums zu sehen; die Vernissage findet am 13. März um 15.15 Uhr statt. Öffnungszeiten sind Mittwochs 16 bis 20 Uhr, Donnerstags und Freitags von 16 bis 18 Uhr, Samstags und Sonntags sowie am Ostermontag (12. April) von 14 bis 18 Uhr. Eintritt 8 und 5 (ermässigt) Franken.

 

Thematische Betrachtungen werden angeboten am: 20. und 27. März, 12., 17. und 24. April, jeweils von 15.15 bis 16.30 Uhr. Die Teilnahme ist ohne vorherige Anmeldung für 13 und 10 (ermässigt) Franken möglich.


This week at the Goetheanum

Goetheanum
as Worldwide
Spiritual
Center

The Goetheanum is a center of a worldwide network of spiritually engaged people. It is the seat of the School of Spiritual Science  and the General Anthroposophical Society, which serves as a place of exchange for those with spiritual questions, and a place for trainings in scientific and artistic fields. 

Events range from lectures on special themes, to large, international conferences, to performances by  ensembles and guest performances in Eurythmy, theater, puppetry and music. 

Situated in the Jura landscape, 10 Kilometers South of Basel, the Goetheanum sits grand on the Dornach hill, with its expressive architecture and picturesque garden park, café, bookstore and gift shop.