News from the Goetheanum

Gedenktag: 100 Jahre Grundsteinlegung

Bereits am 20. September 2013 fand der Gedenktag zur Grundsteinlegung des Ersten Goetheanum vor 100 Jahren statt. Johanna Taraba berichtet unter dem Titel "Stein des Anfangs?" im "Goetheanum" Nr. 41/2013.

Besonders als es draußen langsam dämmerte, zog sich die Zeit zusammen. Als die weihevollen Worte erklangen, die Rudolf Steiner vor hundert Jahren im Lichte einer kleinen Menschenschar und weniger aufgestellter Fackeln angesichts des Grundsteins sprach, konnte man den Eindruck gewinnen, dass wir es schaffen, dass da tatsächlich wie am Ende eines Lebens ein biografischer roter Faden als eine Brücke zum Anfang hin sichtbar wird.

Die Grube, in die der Grundstein versenkt wurde als ein Zeichen des künftig Kommenden, wurde mir durch diese Worte deutlich zum Bild. Den vorher erklungenen Johannes-Prolog noch im Ohr habend, stand mir die damalige Handlung wie ein heiliger Zeugungsakt vor Augen. Vorsichtig kann man auch einmal hören: ‹Es ward ein Bau, gewollt war er von Menschen mit seinem Namen Johannes.› Vom Urbeginne her ist er nicht das Licht, sondern ein Zeuge des Lichtes. ‹Geisteswissenschaft muss der Aufgabe gerecht werden, die ihr von allem Anfang her gestellt war›, sagte Peter Selg später. Menschen, die sich noch heute in diesem Johannes-Bau versammeln, fühlen womöglich innerlich den Auftrag: ‹Ändert euern Sinn!› Und ist dies nicht ein Grundstein für die Hochschularbeit und die daraus erwachsenden Impulse?

Wie sich bei einer Beerdigung oft weit mehr Menschen am Grab versammeln, als bei der Geburt anwesend sind, waren hier im zweiten Goetheanum schlussendlich nahezu alle Plätze des Großen Saals besetzt. Gelingt es, dass dies ein Festakt ist, wie Rudolf Gädecke eingangs formulierte, bei dem wir die Ereignisse in uns fest und tief verankern? Gelingt uns eine moderne Grundsteinlegung? Wird uns das Ende nach hundert Jahren zum Anfang?

Quelle: Das Goetheanum Nr. 41/2013

 


This week at the Goetheanum

Goetheanum –
School of
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The Goetheanum is the headquarters for the School of Spiritual Science and the General Anthroposophical Society. The School of Spiritual Science with its eleven sections is active worldwide in research, development, teaching, and the practical implementation of its research findings and is supported by the Anthroposophical Society.

Events range from lectures on special themes, to large, international conferences, to performances by  ensembles and guest performances in Eurythmy, theater, puppetry and music. 

Situated in the Jura landscape, 10 Kilometers South of Basel, the Goetheanum sits grand on the Dornach hill, with its expressive architecture and picturesque garden park, café and a bookstore.