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Forschung: Sektion für Sozialwissenschaften: Schöpfung aus dem Nichts

Created by Paul Mackay |

In der Sektion für Sozialwissenschaften werden wir uns mit dem befassen, was des Menschen einzigartiger Beitrag in der Evolution ist: die Schöpfung aus dem Nichts. In einem Vortrag diesbezüglich beschreibt Rudolf Steiner das logische Denken, den ästhetischen Sinn und die moralische Handlung. Alle drei bezeichnet Rudolf Steiner als das Schaffen aus Verhältnissen beziehungsweise aus dem Geiste heraus. Dadurch wird der Mensch befähigt, aus dem Nichts heraus das Richtige (oder Wahre), das Schöne und das Gute zu schaffen. Die Grundlage dazu ist ihm dadurch gegeben, dass sich die Christuswesenheit mit der Erdenevolution verbunden hat.1

Diese Schöpfung aus dem Nichts entsteht erst im Zeitalter der Bewusstseinsseele. In unserem Zeitalter werden drei Ideale erlebbar, nämlich die Brüderlichkeit (für die Leiber), die Religionsfreiheit (für die Seele) und die Geisteswissenschaft (für den Geist).2 Die Brüderlichkeit entsteht erst, wenn ein tieferes Interesse von Mensch zu Mensch geweckt wird. Die Religionsfreiheit entsteht, wenn die Begegnung zwischen Menschen als eine Art Sakrament erlebbar wird, das heißt, wenn in dem anderen Menschen ein Ebenbild der Gottheit gesehen wird. Die Geisteswissenschaft beinhaltet, dass den Menschen die Möglichkeit gegeben wird, durch das Denken zum Geist zu gelangen. Dadurch entsteht eine Einsicht in die geistige Natur der Welt. 

Vertiefte Begegnungsmöglichkeiten

Diese drei Ideale bedingen sich gegenseitig. Das Interesse von Mensch zu Mensch entsteht nur aufgrund einer vertieften Begegnungsmöglichkeit zwischen Menschen und diese ist nur möglich auf der Grundlage einer vertieften Menschen- und Welterkenntnis. Die drei Ideale, die von den Engelwesen in die Astralleiber der Menschen hineinverwoben werden, lassen sich nur verwirklichen, wenn der Mensch dafür aufwacht und sie als Schöpfungen aus dem Nichts vollzieht. Sie sind die innere Seite des Impulses der Dreigliederung des sozialen Organismus, den Rudolf Steiner nach dem Ersten Weltkrieg so engagiert vertreten hat.

In der Sektion wollen wir diesen drei Idealen auf die Spur kommen und zu ihrer Verwirklichung beitragen. Die nächste Jahrestagung der Sektion von 7. bis 9. März 2014 werden wir insbesondere diesem Thema widmen.

1 GA 107, Vortrag vom 17. Juni 1909.
2 GA 159, Vortrag vom 15. Juni 1915; GA 168, Vortrag vom 10. Oktober 1916; GA 182, Vortrag vom 9. Oktober 1918

Aus: "Anthroposophie weltweit" Nr. 12/2013


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