News from the Goetheanum

Forschung: Sektion für Landwirtschaft: Biodynamische Präparate

Created by Ueli Hurter |

Für jeden biodynamischen Landwirt spielen die Präparate eine besondere Rolle. Ihre Herstellung und Anwendung ist eine intime Angelegenheit, in deren Ausgestaltung sowohl esoterisches Wissen als auch persönliche Erfahrungen und Einstellungen zum Tragen kommen. Durch diese individuelle Aufnahme und Ausgestaltung der Präparatearbeit entsteht eine große Vielfalt in der Praxis. Diese Diversität wird nicht immer positiv erlebt und sie stellt eine Herausforderung für die Demeter-Zertifizierung dar. Ziel unseres Projekts ist es, die Praxis der Präparatearbeit zu dokumentieren und die Diversität zu würdigen. 

Praxis als Quelle neuer Erkenntnisse

Es geht dabei in erster Linie darum, die Praxis, das ‹Denken mit den Händen›, darzustellen, und weniger um gedankliche Begründungen. Die Praxis soll als Quelle neuer Erkentnisse erschlossen werden und es soll Transparenz über die Arbeit der verschiedenen Schulen auf diesem Gebiet geschaffen werden. Dabei sollen wesentliche Gemeinsamkeiten und Kernfragen der Präparatearbeit herausgearbeitet werden. Jeder kann wahrnehmen, wie die verschiedenen Schulen die Präparateherstellung und -anwendung handhaben. So kann jeder für sich selbst und für seinen Arbeitszusammenhang ein Urteil bilden, das die eigene Praxis impulsieren kann. Damit kann eine Grundlage für den fruchtbaren Dialog über die Präparatearbeit entstehen, und es können Fragen zur weiteren Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet formuliert werden. An zehn bis zwölf Orten, verteilt über alle Kontinente, soll einerseits die praktische Arbeit dokumentiert werden, andererseits zugleich der Zusammenhang der praktischen Arbeit mit den mehr gefühls- und willensbasierten Beweggründen wertschätzend ergründet werden. 

Für die Projektdurchführung konnte ein Team aus vier jungen, kompetenten Frauen aus der biodynamischen Bewegung gewonnen werden: Dr. Maya Kollar, Anke van Leeuwen, Johanna Schönfelder und Dr. Ambra Sedlmayr. Alle vier Forscherinnen haben eine Ausbildung und Arbeitserfahrung im Agrarbereich, mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Dieses Team wird gecoacht von Dr. Reto Ingold. Die Projektverantwortung liegt bei Ueli Hurter.

Quelle: "Anthroposophie weltweit" Nr. 12/2013

 


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