News from the Goetheanum

100 Jahre Grundsteinlegung: Ausstellungen

Im Goetheanum gibt es zwei Ausstellungen anlässlich des 100. Jahrestages der Grundsteinlegung zum Ersten Goetheanum: "Demut – Hingabe – Opferwille. Die geistige Signatur des Baues" zeigt Bilder von Andrej Belyj und Hermann Linde, die Ausstellung "DoppelRaum" zeigt verschiedene Aspekte des Grundsteins.

Am 20. September 1913 wurde der Grundstein des Goetheanum-Baues in den Dornacher Hügel gelegt. Seine besondere Form aus zwei miteinander verbundenen, unterschiedlich großen Pentagon-
dodekaedern deutet keimhaft die Durchdringung der beiden Kuppelräume an, die sich einst als Erstes Goetheanum über ihm erhoben – den Doppelraum. Das Prinzip der Durchdringung zweier verschiedener, doch sich ergänzender Gestaltungsansätze zog sich durch den ganzen Bau. 

Nachdem in den Ausstellungen "Siegel & Säulen" (2007) und "Im Schwingungszustand des Lebens" (2011) die Aspekte von Entwicklung und Metamorphose im Goetheanum-Bau sowie das Gleichgewichtsmotiv des "Menschheitsrepräsentanten zwischen Luzifer und Ahriman" im Fokus standen, wird zum 100. Jahrestag der Grundsteinlegung der Blick auf die Durchdringung und den Doppelraum gelenkt. Neben dem Ersten Goetheanum werden auch seine Vorstufen, der Münchener Kongress von 1907 und das Johannesbau-Projekt sowie das Zweite Goetheanum in Skizzen, Plänen, Fotos und Modellen vorgestellt. Die Ausstellung zeigt Werke von Rudolf Steiner, Alexander Strakosch, Carl Schmid-Curtius, Max Benzinger, Ernst Aisenpreis, Carl Kemper, Erich Zimmer, Hermann Linde, Hilde Boos-Hamburger und Hilde Raske. Anna Krygier fragte im "Goetheanum" Nr. 38/2013 den Kurator Dino Wendland nach dem physischen Grundstein.

Krygier: Wo befindet sich der Grundstein?
Wendtland: Es gibt den Mythos, dass er unter dem Rednerpult liege, das stimmt nicht. In unserer Ausstellung ist ein Plan vom September 1913 zu sehen, der zeigt, dass schon für das Erste Goetheanum eine Brandschutzwand geplant war mit passender Versenkung hinter dem Pult. Man hätte tief bohren müssen, um darunter einen Grundstein zu legen. Auf jeden Fall gehört zum Zweiten Goetheanum, dass unter ihm der Grundstein vom ersten Bau liegt. Das bringt die spirituelle Anknüpfung vom Zweiten an das Erste Goetheanum zum Ausdruck: Der Grundstein ist unverändert, es hat keine neue Grundsteinlegung gegeben, er ist nicht geöffnet worden, es sind keine weiteren Dokumente reingelegt worden, also Steiners Auffassung nach muss dieser Grundstein für das Erste Goetheanum eigentlich weiterhin seine Gültigkeit für das Zweite haben. Deshalb habe ich die Ausstellung genannt "Das Goetheanum und sein Grundstein" und nicht "Das Erste Goetheanum". 

Wo müsste man heute graben? 
Im Grundsteinsaal. Wir haben einen schönen Plan in der Ausstellung, auf dem der Grundstein eingezeichnet ist. Es ist unter der ersten und zweiten Stuhlreihe. Er liegt exakt an der gleichen Stelle wie in dem ersten Bau, nur 1,20 Meter tiefer.

Wie war der Umgang mit dem Thema Grundstein: Gab es Hindernisse?
Ein Hindernis wurde zur Fügung: Die Ausstellung des Vitra-Design-Museums in Rotterdam wurde um ein Jahr verschoben, sodass unsere Leihgaben frei waren, wie beispielsweise vier Johannesbau-Originale. Es sind die ersten Keimzellen zur Doppelraum-Gestaltung, die Steiner selbst gezeichnet hat, die wir jetzt glücklicherweise im Original in der Ausstellung haben können.

Wäre es nicht schön, den Grundstein in der Ausstellung zu haben?
Ich habe mich gefragt: Wie würde jetzt das Kupfer, das hundert Jahre in der Erde war, aussehen? Was macht das jetzt? Bildet es eine Oxidschicht und schützt sich so? Vom Gesichtspunkt des Archivars oder Historikers, noch mehr eines Archäologen, besteht natürlich das Interesse, ihn auszugraben. Man müsste den Fußboden des Grundsteinsaals aufspitzen und den Stein, der in seinem Betongehäuse in Erde eingebettet ist, ausgraben.
Aber andererseits ist es spannend, sich über andere Wege heranzutasten. Wir haben ihn jetzt virtuell so ausgegraben, wie man ihn überhaupt ausgraben kann, mit den Fotos, mit den Rekonstruktionsmodellen. So glaube ich, dass es zum Grundstein gehört, dass er an seinem Ort bleibt, dass man ihn allein in der Vorstellung ans Licht bringt. Rudolf Steiner hat sich nach dem Brand erkundigt, ob der Grundstein unverletzt sei, das war ihm wichtig, vermutlich genauso wichtig wie die Tatsache, dass er für das Zweite Goetheanum nichts zum Grundstein dazufügte. All diese Fragen um den Grundstein besser beantworten zu können, dem soll die Ausstellung dienen. 

Ausstellung "Doppelraum"
21.09.–17.11.2013, Mittwoch bis Sonntag
14–18 Uhr
Terrassensaal
Erwachsene: 8 Fr./ermässigt (Studierende, AHV, IV): 5 Fr.

Ausstellung "Demut – Hingabe – Opferwille"
20.09.2013–31.01.2013
8 bis 22 Uhr
Vorstandsetage (Hermann Linde) und Nordgalerie (Andrej Belyj)

 

KunstFokus, thematische Betrachtungen, samstags, 15.30–17 Uhr
21.09.2013: Zur Tradition der Grundsteinlegung seit der Antike (Roland Halfen)           05.10.2013: Die Worte und das Ritual der Grundsteinlegung (Virginia Sease) 12.10.2013: Unterschiedliche Metamorphosequalitäten der Bauplastik im grossen und kleinen Kuppelraum (Alfred Frischknecht)
19.10.2013: Wie Tag und Nacht – Die Malereien der Kulturepochen in der grossen und kleinen Kuppel (mit Kunstbetrachtung an den ausgestellten Werken) (Esther Gerster)
26.10.2013  Zur Geometrie des Grundrisses für das erste Goetheanum (Oliver Conradt)
02.11.2013: Der kosmische Aspekt der kleinen Kuppel (Otfried Doerfler)
09.11.2013: Geometrisches Umfeld und Transformationen des Dodekaeders (Renatus Ziegler)
16.11.2013: Biografische Skizzen zum Menschenkreis der Grundsteinlegung (Andrea Hitsch)

KunstFokus (inkl. Ausstellung): 24 Fr./ ermäßigt: 16 Fr.


This week at the Goetheanum

Tours

Saturdays 2 pm german and english. Introduction to the history of the Goetheanum, the biography of Rudolf Steiner and the fundamentals of anthroposophy. Visit the architecture, the Great Hall and the exhibition space.

 

 

weitere Infos

Architecture Walk

From the Goetheanum different colored signposted paths lead in four directions in Dornach and up to Arlesheim. On different walks, selected buildings of the organic-plastic architectural style can be explored. Brochures with the four architectural paths are available at the reception at the Goetheanum.

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Bühne

Die Goetheanum-Bühne bietet mit seinem Eurythmie-Ensemble, den Projektensembles für Rudolf Steiners „Mysteriendramen“ und Goethes „Faust“ sowie zahlreichen Gastspielen einen wertvollen Beitrag zum kulturellen Geschehen in der anthroposophischen Bewegung aber auch in der Region Dreiländereck.

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Speisehaus

In the Speisehaus you will find everything under one roof: restaurant and cafe, health food shop with Demeter bakery, our boutique and the catering service. 12.00-14.00 warm dishes. Cafe 14.00-16.00. Shop: Mon-Fri 8.00-18.30 and Sat-Sun 8.00-16.00.

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Offene Stellen

Für 160 Festangestellte sowie ca. 80 weitere Mitarbeitende aus 27 Nationen betreut das Personalwesen die gesamte Personaladministration einschliesslich der Lohnbuchhaltung. Sie bearbeitet und begleitet Personalwechsel in allen seinen Aspekten. Auch koordiniert sie die berufliche und betriebliche Weiterbildung.

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Dokumentation

Die Dokumentation umfasst Bibliothek, Kunstsammlung und Archiv. Die Bibliothek enthält neben den Buchausgaben des Werkes von Rudolf Steiner eine umfassende Sammlung der Werke anthroposophischer Autoren. Sie ist die weltweit bedeutendste anthroposophische Fachbibliothek.

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Gartenpark

Der 12 Hektar grosse Gartenpark bildet zusammen mit der Architektur des Goetheanums ein Gesamtkunstwerk. Seine Anlage geht auf Entwürfe von Rudolf Steiner zurück. Der Gartenpark geht offen in die Landschaft über und ist von daher immer geöffnet. Er ist von Basel entweder mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto schnell erreichbar.

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Bookstore

Fachbuchhandlung für Anthroposophie
Well-maintained range of anthroposophic literature in German.
Large selection of anthroposophic titles in English, French, Spanish and Italian.
Every available title is gladly ordered.

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Guest Houses

Aesthetic single and double rooms, both with private bathroom, as well as bathrooms on the floors. Spacious lounge (WLAN) with tea kitchen, garden and free parking.

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Studies

The Goetheanum offers a variety of study opportunities to get to know and deepen Anthroposophy for individual, contemporary contextualization. The individual courses offered by different departments are sometimes offered in-service and / or full-time in German, English and Spanish / Portuguese.

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Wochenschrift

‹Das Goetheanum› ist die einzige anthroposophische Wochenzeitung. Jede Woche neu mit den Werkzeugen der Anthroposophie den Blick auf die Gegenwart zu richten ist unser Ziel. Aus Anthroposophie – nicht über Anthroposophie.

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Verlag

Der Verlag am Goetheanum ist der älteste anthroposophische Verlag. Über die Jahre hat der Verlag ein vielfältiges Spektrum entwickelt, das von qualifizierter Fachliteratur über fundierte Forschungs- und Studienarbeiten zu beinahe allen Themen der Anthroposophie, Anregungen für das meditative Leben bis hin zu Erzählstoff für Schule und Familie – und mit dem Sternenkalender zu einem Blick in die Sternenwelt reicht.

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Finance Department

The General Anthroposophical Society is recognized by the tax authorities of the canton of Solothurn as a tax-exempt charitable institution. It is supported by its worldwide 45'500 members through annual contributions. In addition, however, the society relies on donations from individuals, foundations and companies as well as legacies in order to achieve a balanced bill and to carry out special projects such as building renovations, new productions or research projects.

Donations

Bau­administration

Die Administration des Goetheanum-Baues besitzt vielfältige Aufgaben rund um den Goetheanum-Bau und dessen Unterhalt, sowie Veranstaltungen und den laufenden Betrieb. Sie gliedert sich in die folgenden Unterabteilungen:

  •  Leitung und Sekretariat, Parking, Interne Post
  • Betriebsdienst
  • Schlosserei
  • Elektroabteilung
  • Gärtnerei
  • Baubüro und Planarchiv
  • Hausdruckerei

Goetheanum
as Worldwide
Spiritual
Center

The Goetheanum is a center of a worldwide network of spiritually engaged people. It is the seat of the School of Spiritual Science  and the General Anthroposophical Society, which serves as a place of exchange for those with spiritual questions, and a place for trainings in scientific and artistic fields. 

Events range from lectures on special themes, to large, international conferences, to performances by  ensembles and guest performances in Eurythmy, theater, puppetry and music. 

Situated in the Jura landscape, 10 Kilometers South of Basel, the Goetheanum sits grand on the Dornach hill, with its expressive architecture and picturesque garden park, café, bookstore and gift shop.