Sektion für Bildende Künste: Ausstellung von Igor Sturmheit

Erstellt von Sebastian Jüngel |
Von 29. Januar bis 12. März sind Bilder von Igor Sturmheit unter dem Motto ‹Stepping Out of the Cauldron› im Goetheanum zu sehen.

Die erste Begegnung findet zufällig statt, während Igor Sturmheit die Bilder hängt. Erster Eindruck: kräftige Farben, expressionistische Farbklänge. Ein paar Tage später treffen wir uns geplant. Der Waldorfschüler Igor Sturmheit war von den Farben der Tafelbilder eines Lehrers beeindruckt. Als Student begegnete er ihm an der General Arts School in Kapstadt wieder. Doch nur wenige Monate später verstarb sein Vorbild  – der Berufsweg nahm nun einen anderen Verlauf, dem Malen blieb Igor Sturmheit treu.

Die Farben seiner Bilder haben etwas Pures, etwas Dynamisches: Sie ‹gluten›, sie ‹farben›. Die Bilder regen in einem einen Film an, der durch das Betrachten der Farbverläufe entsteht. Zur Freudigkeit der Farben kommen durchaus ernste Wesensgestaltungen. Manche erscheinen als Farbdynamik, andere als Gestalt, dritte mit Gesichtern. Warum? Soll das Wesen deutlicher in Erscheinung treten, deuten Striche Augen, Nase, Mund an, soll es verschleierter bleiben, gibt es keine solche Konturen (siehe Foto mit Igor Sturmheit). 

Ausgangspunkt ist immer die Farbe Gelb. Was dann auf der Leinwand geschieht, überlässt Igor Sturmheit einem Bildeprozess, in dem das Wesen der Farben und das eigene Innere zusammenwirken. Dennoch wirken die Bilder nicht als Psychogramme. Auch wenn sie durch die Art des Umgangs mit Farbe eine Handschrift tragen, ist jedes Bild im Detail neu gegriffen.   Dass seine Bilder etwas ‹Afrikanisches› haben, lässt Igor Sturmheit schmunzeln. Er hört dies immer wieder, wüsste aber von keinem afrikanischen Künstler, dem sein Stil gleiche …

Quelle: Das Goetheanum Nr. 7/2017

Igor Sturmheit (Foto: Sebastian Jüngel)
Zurück