Am 24. September ist Welteurythmietag

Erstellt von Sebastian Jüngel |
Am 24. September 1912 gab Marie Steiner der mit Rudolf Steiner entwickelten Bewegungskunst den Namen ‹Eurythmie›. Seither gibt es ein breites Einsatzfeld auf der Bühne, in Pädagogik und Therapie sowie in sozialen Arbeitsfeldern. Das immer wieder neue Zusammenspiel des Individuellen und des Gemeinsamen ist Ausdruck von der Würde des Menschen.

Seit ihrer Gründung hat sich Eurythmie weltweit verbreitet. An jedem Tag wird zu jeder Stunde irgendwo auf der Erde Eurythmie gemacht – an einer der über 1000 Waldorfschulen, in Bühnengruppen sowie im therapeutischen Zusammenhang wie heilpädagogischen Einrichtungen, Kliniken und Privatpraxen. Ein weiteres Gebiet sind soziale Arbeitsfelder, etwa Arbeitszusammenhänge, Jugendarbeit oder Kurse mit Seniorinnen und Senioren. Der Grundstudiengang Eurythmie wird an 40 Ausbildungsstätten von Südamerika über Europa bis in den asiatischen Raum unterrichtet, bei einigen als Bachelor- und Masterstudiengang.

Auch am Goetheanum spielt die Eurythmie eine zentrale Rolle. Mitarbeitende können sich durch eurythmische Übungen für den Büroalltag stärken, und das gerade neu gegründete Goetheanum-Eurythmie-Ensemble hat im September seine Arbeit aufgenommen. Es wird eigene Programme zeigen, bei der Aufführung der Mysteriendramen von Rudolf Steiner und bei der für 2020 geplanten Neuinszenierung von Johann Wolfgang von Goethes ‹Faust› mitwirken.

Die sechsköpfige Leitung des neuen Goetheanum-Eurythmie-Ensembles sieht Eurythmie im Zusammenhang mit dem Menschsein: «Die Eurythmie stellt die Würde des Menschen in einer Welt, die brennt, ertrinkt, verdurstet, ins Zentrum.»

Der Welteurythmietag ist kein Großevent. Jeder kann, wie es für ihn passt, eine ihm besonders am Herzen liegende eurythmische Übung in den weltweiten Eurythmiestrom stellen oder dies als Gruppe tun, ganz nach dem Motto: ‹Eurythmisieren – am eigenen Ort – für die Welt›. In diesem Sinne will die Leitung des Goetheanum-Eurythmie-Ensembles alle ermuntern, sich zu bewegen: «Lasst uns feiern – kommt, macht mit!»

Eurythmieformen zu James MacMillan (Zeichnung: Goetheanum-Bühne)
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