Was den Menschen ausmacht – Auseinandersetzung mit dem Transhumanismus

Erstellt von Wolfgang Held | |   Gesellschaft und Allgemeines
Der Transhumanismus baut an einem Menschen, dem durch Technologie Unsterblichkeit, Unfehlbarkeit und ewige Glückseligkeit versprochen wird. Über die Herausforderungen dieser Zukunftsvision diskutieren Sibylle Lewitscharoff, Patrick Roth und Galsan Tschinag sowie Wissenschaftler am Goetheanum.

Technik steigert menschliche Leistungen: das Mikroskop, das Auge, die Maschine die Muskelkraft. Jetzt beginnt Technik, Organe zu ersetzen, um Alter, Krankheit und Tod zu überwinden. «Die Gewissheit zu altern und zu sterben, ist der Stoff, aus dem sich unter anderem Kunst und Religion bilden», so Christiane Haid, Leiterin der Sektion für Schöne Wissenschaften am Goetheanum. «Beides wird von den Vertretern des Transhumanismus als überflüssig abgelehnt.» Braucht es nicht aber gerade diese Lebensgebiete, um Grenzfragen mit genügender Breite und existenzieller Tiefe anzugehen? Etwa in der Pränataldiagnostik und der Organtransplantation. 

Was den neuen technischen Menschen ausmacht, bringen der Soziologe Roland Benedikter, unter anderem Affiliate Scholar am Institute for Ethics and Emerging Technologies Hartford, Connecticut, und Michael Hauskeller, Professor für Philosophie an der Universität Liverpool und Autor des Buches ‹Mythologies of Transhumanism›, ins Gespräch. 

Die Tagung ‹Vom Ende des Menschen?› versteht Christiane Haid als einen ersten Schritt, Perspektiven und Gefahren der Idee des künstlichen Menschen besser zu verstehen. Positionen über das Für und Wider gehörten zu einem späteren Schritt. «Jetzt geht es – offen und interdisziplinär – um das Gespräch über die Zukunft des Menschen, die technisch und spirituell zugleich ist.»

Tagung ‹Das Ende des Menschen? Die Herausforderungen transhumanistischer Zukunftsvisionen›
7. bis 9. September 2018
Goetheanum

Cover des Flyers der Tagung ‹Das Ende des Menschen›, eine Tagung der Sektion für Schöne Wissenschaften
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