1910-13

Uraufführungen von Steiners vier Mysteriendramen unter seiner Leitung in München.

Entwurf eines Gebäudes (Johannes-Bau) für künstlerische Aufführungen und Veranstaltungen der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft. Die Realisierung dieses Projektes in München-Schwabing scheitert am Widerstand einiger Anlieger und der Behörden.

Es erscheinen «Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit», «Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen», «Die Schwelle der geistigen Welt». Das 1910 begonnene Werk «Anthroposophie» bleibt unvollendet. Intensive Studien zur Sinneslehre.

In Köln 1911 erste Begegnung mit dem russischen Schriftsteller Andrej Belyj («Petersburg»), die Belyjs Leben und Werk nachhaltig prägen sollte. In Prag Begegnung mit Franz Kafka und Hugo Bergmann.

Beginn der Entwicklung einer neuen Bewegungskunst, der Eurythmie (1911). Im Herbst erster Eurythmie-Kurs in Bottmingen b. Basel. In den folgenden Jahren zusammen mit Marie von Sivers Weiterentwicklung der Eurythmie zur Bühnenkunst.

Trennung von der Theosophischen Gesellschaft und Gründung der Anthroposophischen Gesellschaft (1912/13).

Vorträge in verschiedenen Städten des In- und Auslandes über Reinkarnation und Karma / Evangelien / Leben zwischen Tod und neuer Geburt / Mysterien-Geschichte / Sinneslehre / Evolutionsgeschichte u.a. – Zusammen mit Marie von Sivers Aufbau anthroposophischer Zweige im In- und Ausland.

«Weltenmitternacht» Bühnenbildskizze, Szene aus den Mysteriendramen, Eurythmie