1879-83 Wien

Studium an der Technischen Hochschule, zunächst mit dem Ziel des Realschullehramtes. Hauptfächer: Mathematik, Physik, Botanik, Zoologie, Chemie, daneben Literatur, Geschichte, Philosophie.

 

 

 

 

1882

Karl Julius Schröer

Auf Empfehlung des Literaturhistorikers und Goetheforschers Prof. Karl Julius Schröer Berufung als Herausgeber von Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften in Kürschners «Deutscher National-Literatur».
Abhandlung «Einzig mögliche Kritik der atomistischen Begriffe». Steiner bezeichnet sie später als den «Grundnerv» seiner Forschungen.

 

 

 

 

1884-90

Hauslehrer in der Wiener Kaufmannsfamilie Ladislaus Specht. Dort auch Begegnungen mit dem Hausarzt der Familie, dem berühmten Wiener Internisten Josef Breuer, der als Wegbereiter der Psychoanalyse gilt. Der erste Band von Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften erscheint. Die Bände II–IV folgen zwischen 1887 und 1897.

Freundschaft mit der Dichterin und späteren Frauenrechtlerin Rosa Mayreder (Kritik der Weiblichkeit) und Friedrich Eckstein (später Sekretär und Biograf Anton Bruckners). Briefwechsel mit dem Philosophen Eduard von Hartmann.

Neben der Arbeit an der Goethe-Ausgabe zahlreiche Artikel für verschiedene Lexika (u.a. in Pierers Konversations-Lexikon) im Auftrag von Prof. Kürschner.

Eduard von Hartmann
Rosa Mayreder
Friedrich Eckstein

1886

Erste Buchveröffentlichung «Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung». Anfrage des Weimarer Archivdirektors Erich Schmidt wegen Mitarbeit an der Sophien-Ausgabe von Goethes Werken. Abhandlung «Die Natur und unsere Ideale».

 

1888

Redakteur bei der Wiener «Deutschen Wochenschrift». Zahlreiche Artikel und Kommentare zu politischen Ereignissen in Österreich-Ungarn. Vortrag im Wiener Goetheverein «Goethe als Vater einer neuen Ästhetik».