1945-1968 Aufbau und Konsolidierung

<b>Rudolf Steiner-Seminariet Järna/Schweden.</b>
Das seit 1968 bestehende Ausbildungszentrum bietet nebst Kulturprogramm und Einführungen in die Anthropsophie Studiengänge in den Bereichen Kunst und Pädagogig

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg kommt es in Deutschland zu einem Neubeginn und weltweit zu einer Ausweitung anthroposophischer Initiativen, vor allem mit der Gründung von Einrichtungen in den Bereichen Pädagogik, Medizin, Heilpädagogik und Landwirtschaft. Berufsverbände, Periodika und Verlage entstehen neu.

50er/60er Jahre Konsolidierung der Gesellschaftsaktivitäten am Goetheanum und in den Ländern. 1963 zeichnet sich ein Generationenwechsel ab: mit Guenther Wachsmuths und Albert Steffens sterben die letzten Gründungsvorstandsmitglieder. Schon vorher wird der Vorstand am Goetheanum ergänzt und das Kollegium der Sektionsleiter aktiviert. Der kosmopolitische Charakter der Gesellschaft wird durch eine Zusammenarbeit mit den Generalsekretären der Landesgesellschaften ausgebaut. Intensive Grundlagenarbeit, Integration der holländischen und englischen Landesgesellschaft, sowie der medizinischen und heilpädagogischen Initiativen.

<b>Erik Asmussen (1912-1998),</b> Architekt. Seine anthroposophisch inspirierte Architektur visualisierte Anthroposophie in Skandinavien. Baute u.a. das Rudolf Steiner Seminariet, Järna, 1982 (s. oben).

Seit 50er Jahre Am Goetheanum und in anderen Ländern entstehen Seminare und Ausbildungszentren für Berufsausbildungen in anthroposophischer Pädagogik, bildender Kunst, Eurythmie, Sprachgestaltung, Heilpädagogik, biologisch-dynamische Landwirtschaft etc. Ein anthroposophisch-studentisches Leben entsteht an verschiedenen Universitäten. Internationale Jugendtagungen in verschiedenen Ländern.

1954 beginnt die Herausgabe der Rudolf Steiner-Gesamtausgabe als Studienausgabe durch die unabhängig von der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft arbeitende „Rudolf Steiner-Nachlassverwaltung“. Der Plan zu einer Jubiläumsausgabe zu Rudolf Steiners 100. Geburtstag 1961 war eine Grundlage der heute über 340 Bände zählenden Gesamtausgabe – einer umfassenden Inspirationsquelle für die Erweiterung von Kunst, Wissenschaft und Lebenspraxis durch Anthroposophie.

<b>Ernst Wilhelm Barkhoff (1916-1994)</b>

Seit den 60er Jahren entstehen in vielen grösseren Städten weltweit Rudolf Steiner-Häuser als Kulturzentren. Die dort ansässigen Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft erarbeiten in den lokalen Gruppen („Zweigen“) anthroposophische Grundlagen und bilden ein Forum für Initiativen und Gründungen.