1925-1945 Nach Rudolf Steiners Tod. Differenzierung und Weltkrieg

<b>Guenther Wachsmuth (1893-1963).</b>

1925 Die vielseitigen kulturellen Initiativen werden nach Rudolf Steiners Tod weitergeführt und entfalten sich in ersten Anfängen international. Albert Steffen wird Vorsitzender der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und prägt sie neben und durch sein dichterisches Schaffen bis Anfang der 60er Jahre. Es bestehen in 15 Ländern Landesgesellschaften der Anthroposophischen Gesellschaft.

<b>Das zweite Goetheanum von Südwesten.</b>

1928 wird das zweite Goetheanum mit einer Tagung mit über 2000 Teilnehmern eröffnet.

1935 Am 1. November 1935 wird die deutschen Landesgesellschaft von den Nationalsozialisten verboten.

1935-1945 Das Verbot und die kriegsbedingte Isolation der Schweiz schränken die Aktivitäten weltweit und am Goetheanum sehr ein. Am Goetheanum finden während des Krieges Tagungen zu den Jahresfesten und zu fachlichen Fragestellungen statt. Interne Differenzen führen zum Ausschluss von Mitgliedern, sowie von Ita Wegman und Elisabeth Vreede aus dem Vorstand und dadurch dazu, dass bis in die 50er und 60er Jahre die medizinische und heilpädagogische Bewegung sowie große Teile der holländischen und englischen Landesgesellschaft unabhängig von der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft weiterarbeiten.

1938 Marie Steiner inszeniert am Goetheanum neben den Mysteriendramen von Rudolf Steiner und Dramen von Albert Steffen Goethes „Faust“ in beiden Teilen ungekürzt – die Welturaufführung in dieser Form findet im Sommer 1938 statt. Teile daraus waren schon bei der Pariser Weltausstellung 1937 zu sehen.

Szene aus Goethe: Faust I, Studierzimmer (1938) Goethes „Faust“ wird 1938 unter der Regie von Marie Steiner in beiden Teilen ungekürzt welturaufgeführt.