Internationale Eurythmie-Fachtagung 2011

Rudolf Steiners Kunstbegriff in den vier Berufsbereichen
Bühne - Pädagogik - Sozial - Therapie

Mo 25. bis Fr 29. April 2011 am Goetheanum, Dornach

In den Jahren 2011/ 2012 blicken wir auf die Geburtsstunde der Eurythmie vor 100 Jahren zurück. So wesentlich eine Rückschau für das Fortbestehen der Eurythmie ist – so entscheidend ist die Frage, wie wir mit der Eurythmie in die Zukunft gehen. Diese Frage führte uns zu Rudolf Steiners Kunstbegriff, der während der Fachtagung für die vier Berufsfelder erarbeitet werden soll.

Zwischen Eurythmie- Schaffenden und – Geniessenden kann sich eine Umstülpung des bisherigen Verhältnisses anbahnen, indem der Schaffende die Veranlassung bietet, dass der Geniessende zum Mit- Schöpfer werden kann. Das setzt eine Steigerung des Wahrnehmungsvermögens in der Handhabung der Kunstmittel voraus.

Das neue Verhältnis zwischen künstlerischem Schaffen und Geniessen steht in Zusammenhang mit einer musikalischen Seelenverfassung, die für das zukünftige Kunstschaffen eine notwendige Grundlage bilden wird. Siehe dazu „Kunst im Lichte der Mysterienweisheit“ ( GA 275 ).

Es mag relativ leicht sein, den allgemeinen Gedankengang vom neuen Kunstprinzip zu erfassen, spannend ist jedoch die Frage, auf welche Art und Weise dieser für die Eurythmie in den jeweiligen Berufsfeldern fruchtbar werden kann

Volker Frankfurt (Eurythmeum Stuttgart)

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Kunst und Kunsterkenntnis bilden ein zentrales Element der anthroposophischen Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Mit dem Theosophischen Kongress 1907 in München wird der künstlerische Impuls im Sinne eines Gesamtkunstwerkes wirksam, das Musik, Sprache, Plastik, Malerei und Architektur umfasst. Hinzu kommt später die Eurythmie als vereinigende Kunstform.

Über die namentlichen Künste hinaus hat Rudolf Steiner aber den Kunstbegriff weiter gefasst. Erziehungskunst, Heilkunst und soziale Kunst sind Begriffe, die darauf hinweisen, dass von einer künstlerischen Bewusstseinsform verwandelnde, erneuernde, d.h. konkret transformatorische Kräfte in die unterschiedlichsten Gebiete des menschlichen Handelns hinein reichen.

Stefan Hasler, Alfter

 

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