Sprachgestaltung und Schauspiel

Auf anthroposophischer Grundlage sind sie zeitgemässe spirituelle Künste, die seit 1903 durch die Zusammenarbeit von Rudolf Steiner und Marie Steiner von Sievers entwickelt wurden.

Sie finden ihre Anwendungsgebiete in Darstellungskunst, Pädagogik und Therapie.  Ausgangspunkt ist die sprachkünstlerische Interpretation von Literatur (Epik, Lyrik, Dramatik) in Rezitation, Deklamation und Konversation auf der Grundlage einer individuellen und authentischen künstlerischen Aussage und unter Berücksichtigung der Gesetzmässigkeiten von Sprache und Dichtung wie z.B. Laut, Rhythmus, Wort-Atemgebärde, inhaltliche Aussage, Stil u.ä.

Sprachgestaltung ist eine Sprechkunst, die als Bühnenkunst Anwendung findet in Rezitation und Schauspiel, bei Lesungen, im Sprechen zur Eurythmie, sowie im Bereich von Literaturbühnen bzw. Literaturtheater.

 

Marie Steiner- von Sivers

Sprachgestaltung ist ein eigenständiges künstlerisches Ausdrucksmittel für Dichtung in umfassendem Sinne. Marie Steiner-von Sivers (*1867 - 1948) begründete zu Beginn des 20. Jahrhunderts, im Rahmen der anthroposophischen Bewegung diese neue Kunstform.

Mit Hilfe von Rudolf Steiner (*1861 - 1925) entwickelte sie diese Sprechkunst, die die in der Sprache wirksamen spirituellen Tatsachen zum Ausdruck bringen sollte. Marie Steiner - von Sivers war die erste Leiterin der Sektion für Redende und Musizierende Künste der freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum in Dornach (Schweiz). 

Ausbildungen Sprachgestaltung/Schauspiel weltweit

Berufsverband Sprachgestalung

Goetheanum-Buehne, Schauspiel