Die Sektion für Sozialwissenschaften am Goetheanum koordiniert und vernetzt die Arbeit von einzelnen Mitgliedern der Sektion wie auch von regional arbeitenden Gruppen in der ganzen Welt. Derzeit gibt es Gruppierungen in Argentinien, Australien, Deutschland, England, Frankreich, Holland, Neuseeland, Österreich, Philippinen, Polen, Rußland, Schweiz, Skandinavien, Tschechien, USA.
Die Arbeit basiert auf den Forschungsergebnissen, wie sie von Rudolf Steiner in seiner sozialen Phänomenologie dargestellt wurden:
- Das soziologische Grundgesetz (1898, GA 31)
- Das soziale Hauptgesetz (1905, GA 34)
- Die Dreigliederung des sozialen Organismus (1917-1919, GA 23)
- Grundbegriffe einer Weltwirtschaftsordnung (1922, GA 340)
Dabei zeigt sich die Wirksamkeit dieser sozialen Gesetzmäßigkeiten auf drei Ebenen:
- Im Mikrosozialen – in der zwischenmenschlichen Begegnung
- z. B. im "sozialen Urphänomen" oder in den "sozialen und antisozialen Trieben" im Menschen (GA 186) - Im Mesosozialen – in der Zusammenarbeit in Gemeinschaften, z.B. in den Sozialprozessen oder in einer siebengliedrigen Gestalt- und Organbildung
- Im Makrosozialen – als Gestaltelemente für die menschliche Gesellschaft, z.B. dargestellt in R. Steiners "Aufruf an das deutsche Volk und die Kulturwelt" (GA 24)