Projekte Goetheanum Bühne

Die Neuinszenierung der Mysteriendramen-

Ein Fest der Gegenwart

33 Jahre ziehen vorbei von der Arbeit am Urfaust bis zu „Der Tragödie erster Teil“ – so lange lässt Goethe den Stoff reifen. Anders Rudolf Steiner: Seine Mysteriendramen gehen, noch ehe die Tinte getrocknet ist, auf die Bühne. Er lässt die Geschichte um Maria, Benediktus, Strader, Johannes oder Theodora beginnen ohne das Ende zu kennen. Während die plastische Gruppe des Menschheitsrepräsentanten über Modelle, Studien und Änderungen zu dem wurde, was sie heute ist – die Mysteriendramen blieben, was sie am Anfang waren: Rudolf Steiners Schöpferkraft im Moment, Rudolf Steiners Gegenwart.
Diese Schöpferkraft bleibt nicht gleich. Ist im ersten Drama, Rudolf Steiners erstem grossen Bühnentext, die Erzählung in einer Linie, werden im zweiten aus den holzschnittartigen Figuren vielschichtige Personen in einem reichen Gewebe des Miteinander. Diese Entwicklung gipfelt im vierten Drama, in dem sich physische und geistige Ebenen durchdringen, die Handlungsläufe ihren Ursprung finden und auch die Sprache einen Höhepunkt an Prägnanz gewinnt. Die Mysteriendramen erzählen nicht nur von Entwicklung, sie sind Entwicklung.
Kulturepochen, Erdzustände und weite Zukunftsperspektiven: Die Anthroposophie zeichnet ein Bild über die Vergangenheit – in kosmischer Dimension. Und nicht weniger weit und eindrucksvoll ist die Zukunft, in die Anthroposophie das Fenster zu öffnen vermag. Wo hat die Gegenwart in diesem Weisheitsgebäude ihren Platz? In ihr liegt fast alles begründet. Alle Liebe, alle Erkenntnis, jede Veränderung der Persönlichkeit, aber auch die der ganzen Welt. In sie mündet alle Vergangenheit und aus ihr wird die Zukunft. Auf der Bühne wird die Gegenwart zum Fest und in den Mysteriendramen gewinnt dieses Fest seine spirituelle Tiefe.
Ermutigung ist eine Tugend, die in und durch die Mysteriendramen vielleicht mehr zur Geltung kommt, als in allen anderen zentralen Werken der Anthroposophie: Den Mitmenschen so ernst nehmen, bis Herz und Kopf zusammen seine Verzauberung, seine Entzauberung und ureigene Möglichkeit zur Wirklichkeit werden lassen. Still, aber doch mit unglaublicher Wucht, führt Rudolf Steiner den Beweis: Die Entwicklung des einen ist von der Entwicklung des anderen nicht mehr zu trennen – die Mysteriendramen sind ein Hymnus an die Individualität und zugleich ein Hymnus an die Gemeinschaft. Sie zeigen die neue Dimension des Schicksals. Sie sind Rudolf Steinersgrösste Ermutigung, denn keine der Krisen, die Capesius, Strader, Maria und die anderen durchleben, wird gemildert und doch wird die spirituelle Zuversicht immer wieder von neuem wirksam.

 

Kostenschätzung

 

Unsere aktuelle Broschüre zum downloaden

 

Für dieses Projekt suchen wir Spenden in Höhe von 1.000.000 CHF

wenn Sie für dieses Projekt spenden wollen, geben Sie bitte auf dem Überweisungsträger folgende Bezeichnung an:

60445/2715 Mysteriendramen

 

Mehr Informationen finden Sie hier: Goetheanum Bühne- Projekt Mysteriendramen

_________________________________________________________________________________