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Projekte Sektion für LandwirtschaftProjekt: AusstellungPL: Dauerausstellung zum Landwirtschaftlichen Kurs im Schloss Koberwitz.Die Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum ruft in Zusammenarbeit mit dem Rudolf-Steiner-Archiv und der Gemeinde Koberwitz eine Dauerausstellung zu Rudolf Steiner und dem Landwirtschaftlichen Kurs ins Leben, die am 22. August im Rahmen des Tages der offenen Tür der Gemeinde eröffnet wird. Die Planungen sind nun abgeschlossen und das Vorhaben geht in die Realisierung. Was von der Sektion schon seit längerer Zeit gewünscht, bis dato aber noch keine Verwirklichung erfahren hatte, war eine Rudolf Steiner und dem Ereignis des Kurses, der als Ausgangspunkt der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise betrachtet werden kann, gemäße Würdigung vor Ort. Dieser Wunsch fand in den ‹Schlossgesprächen›, die anlässlich des Besuchs des Vertreterkreises der Sektion für Landwirtschaft im Schloss Koberwitz, dem heutigen Sitz der dortigen Gemeindeverwaltung, im Herbst 2008 stattfanden, eine glückliche Entsprechung. Neben Biografischem zu Rudolf Steiner und seinem Wirken wird die Ausstellung auch Faksimiles der Wandtafelzeichnungen, Fotos von Schloss und Park während des Kurses, Auszüge aus dem Briefwechsel im Vorfeld sowie Notizbucheintragungen Rudolf Steiners umfassen. Darüber hinaus werden sich Hinweise auf den Grafen und die Gräfin von Keyserlingk und die heutige Verbreitung der biologisch-dynamischen Landwirtschaft in der Welt finden. Die Ausstellung erfolgt in den Sprachen Polnisch, Englisch und Deutsch. Trotz Unterstützung von mehreren Seiten ist die Ausstellung noch nicht ganz durchfinanziert. | Spenden Schweiz: Raiffeisenbank Dornach, PC 40-9606-4, Kto. 10060.71 der Allg. Anthr. Gesellschaft, Vermerk: KST 1150 – Koberwitz, IBAN: CH36 8093 9000 0010 0607.1, SWIFT: RAIFCH22, BCL: 80939-1. Spenden Deutschland: GLS Gemeinschaftsbank eG Bochum, Kto. 988 100 – Allg. Anthr. Gesellschaft, Vermerk: KST 1150 – Koberwitz, IBAN: DE534 3060 9670 0009 8810 0, SWIFT: GENODEM1GLS, BLZ: 430 609 67.
___________________________________________________________________________________________ Projekt 1Entwicklung einer organismischen Ökonomik Einleitung Wenn heute von der "Ökonomisierung" der Gesellschaft gesprochen wird, der jeweilige "Nutzen" im Vordergrund steht und zum (alleinigen) Maßstab für die Existenzberechtigung einer Sache genommen wird, ob sie "sich rechnet" und die vordergründige Effizienz zu einem quasi religiösen gesellschaftlichen Mantra erhoben wird, drohen Innenstädte zu veröden und Landschaften "maschinengerecht" zu werden. Dabei verschwimmen zunehmend die Grenzen, ob Wirtschaft dem Menschen zu dienen hat oder eher das Umgekehrte der Fall ist. Es erscheint in diesem Zusammenhang wesentlich, mit welchen ökonomischen Vorstellungen auf die Welt geblickt wird. In der Landwirtschaft des 20. Jahrhundert hat sich im Zuge ihrer Industrialisierung zunehmend eine Ökonomik der Kostenminimierung durchgesetzt, die letztlich einer immer weiteren Desintegration und Spezialisierung der Landwirtschaft Vorschub geleistet hat. Dass die Landwirtschaft heute inklusive vor- und nachgelagerter Bereich mit 13% zum Klimawandel und weltweit zum Umkippen der Gewässer beiträgt ist eine Seite dieser Entwicklung. Durch die Kombination zweier Grundgedanken Rudolf Steiners -- Landwirtschaft als eine Art Individualität (und Organismus) aufzufassen und die Grund- und Boden- bzw. Eigentumsfrage neu zu greifen -- sind eine ganze Reihe sehr vielfältiger biologisch-dynamischer Höfe entstanden. Das besondere Merkmal ist hierbei die Gliederung der landwirtschaftlichen Erzeugung in verschiedene Verantwortungsbereiche, u.a. Ackerbau, Viehhaltung, Gartenbau, Bäckerei. Diese einzelnen Betriebszweige sind einerseits selbständig, andererseits eng miteinander verflochten. Diese Bedingungen rufen nach einer betriebsökonomischen Darstellung (Buchführung), die dieser besonderen "Arbeitsteilung nach innen" gerecht wird. Mit dem Konzept der "Organismischen Ökonomik" soll diesen Bedingungen besser entsprochen werden. Projektziel Ausgehend von der Betriebsökonomik eines vielfältigen, landwirtschaftlichen Betriebs sollen bis in die konkrete Buchhaltung hinein Zahlen in ein Verhältnis gesetzt werden, das die Intentionen der Menschen und die Betriebsrealität abbildet. Dafür gilt es adäquate betriebswirtschaftliche Modelle (Konzepte der Zuordnung und Wechselwirkung einzelner Betriebszweige etc.) zu entwickeln. Ausgehend von dieser Pionier-Erfahrung wäre das erarbeitete Konzept auf weitere Betriebe als Praxistest anzuwenden. In einem weiteren Schritt wird zu schauen sein, ob sich aus den gewonnenen Erfahrungen gewisse "Gesetzmässigkeiten" für nachhaltiges Wirtschaften ergeben. Zuletzt wäre das Konzept für die Beratung und Lehre aufzuarbeiten.
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___________________________________________________________________________________________ Projekt 2Wie können wir mehr tun was wir wollen? Einleitung Verbraucher-Befragungen zum Kaufverhalten von Lebensmitteln aus ökologischer Erzeugung zeigen immer wieder auf, dass die gefühlte Konsummenge ökologischer Produkte weit hinter der real konsumierten Menge zurückliegt. Ähnliche Abweichungen gibt es im Zusammenhang von Fragen wie z.B. "Wieviel Öko- bzw. Demeter-Lebensmittel würden Sie kaufen, wenn der Preis um x% geringer wäre?" Zwischen dem Gesagten und der Realität liegt die so genannte Handlungslücke. Auf die Frage von Ehrenfried Pfeiffer, warum Anthroposophen -- trotz ihrer Schulung -- gegenüber dem was sie sagen so wenig ins Handeln kommen, antwortete Rudolf Steiner: "das ist eine Ernährungsfrage". Projektziel Das Projekt widmet sich der Ausleuchtung der Zusammenhänge von Vorstellung -- Wille -- Handlung -- (Ernährung). Es ist u.a. vorgesehen, einen Ländervergleich zwischen. Deutschland und Neuseeland bezüglich ihrer jeweiligen "Demeter-Kundschaft" durchzuführen.
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___________________________________________________________________________________________ Projekt 3Warum Tierhaltung auf Demeter-Betrieben? Aufbauend auf dem Projekt "Wissenschaft und Landwirtschaft" (2004-2007) und den Konzeptentwurf " in farm research" (Fuchs 2003) wird die Frage der Tierhaltung auf Demeter-Betrieben verfolgt. Basierend auf Methoden der empirischen Sozialforschung und Vorgesprächen mit schweizer Gärtnern und Landwirten wurde ein Fragebogen entwickelt. Im speziellen wurde die Methode des episodischen Interviews gewählt, als eine Variante des offenen Interviews. Anhand der Fragen können Vorkommnisse und Ereignisse, Zusammenhänge, Erklärungen, Begründungen, Überzeugungen, Einstellungen, Wertungen, Visionen und Erwartungen, die sich auf die Fragestellung beziehen, sehr gut erfasst werden. Denn individuelle Erfahrungen lassen sich nicht wie eine mathematische Formel erstellen und übermitteln. Ein Erfahrungsaustausch - der Landwirt berichtet aus der Praxis - der Wissenschaftler versucht dies zu interpretieren - wird angestrebt. Auch der Forschende kann durch das Zusammenwirken mit den Landwirten eigene, neue Erfahrungen machen und diese in seine Untersuchungen miteinbeziehen. Diese Art der Forschung gibt den Landwirten die Möglichkeit zur Selbstreflexion, denn das "im Alltag stehen" steht einer distanzierten Sichtweise oftmals im Wege. Es werden darüber hinaus die Qualitäten des Ortes erfasst und in das Gesamtbild eingeordnet. Was sagen Umgebung und Gestaltung eines Betriebes aus? Kann ich Rückschlüsse auf den Hoforganismus als Ganzes, aus einzelnen prägenden Elementen (Menschen, Tiere, ...) ziehen? Es wurden bereits zwei Untersuchungen auf Höfen in Deutschland (Haus Bollheim und Schepershof) durchgeführt. Ein weitere Erhebung (Hof Libenichen) wird derzeit durchgeführt. Nach der Auswertung wird die Methodik auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüft und gegebenfalls modifiziert.
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___________________________________________________________________________________________ Mehr InformationenSie wünschen detailliertere Informationen zu den Projekten der Sektion für Landwirtschaft? Auf der Seite www.sektion-landwirtschaft.org erhalten Sie diese bzw. finden dort Projektexperten und Ansprechpartner. |



