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Aufgabe der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft ist die Forschung auf geistigem Gebiet, die Anregung und Koordination sowie die Weiterbildung in anthroposophisch orientierten Arbeitsfeldern. Die Hochschule ist heute in eine allgemein anthroposophische und zehn Fachsektionen gegliedert. Grundlage der Arbeit bildet der geisteswissenschaftliche Lehrgang, den Rudolf Steiner 1924 für die Mitglieder der Hochschule im Rahmen ihrer Ersten Klasse gehalten hat („Klassenstunden“).
Voraussetzungen zur Hochschulmitgliedschaft sind die Vertrautheit mit den Grundlagen der Anthroposophie und eine meditative Praxis im Sinne der anthroposophischen Geisteswissenschaft, die Bereitschaft zur Zusammenarbeit und zu einem Engagement für die Anthroposophische Gesellschaft sowie für eine Repräsentanz der Anthroposophie. - Die Hochschule hat ihren Sitz und Koordinationsmittelpunkt am Goetheanum, die Arbeit findet weltweit in den Zusammenhängen statt, in denen Mitglieder der Hochschule tätig sind.
Sektionen Neben die Allgemeine Anthroposophische Sektion - in der zentrale Fragen der Anthroposophie erforscht werden - treten Fach-Sektionen, durch die zum Ausdruck kommt, wie Anthroposophie “die einzelnen Zivilisations-, Erkenntnisgebiete, die künstlerischen Gebiete und so weiter befruchten kann” (Rudolf Steiner, GA 260, S. 141). Ihre Aufgabe ist die Wahrnehmung zukunftsweisender Entwicklungen im fachlichen Kontext, die geistige Durchdringung der Berufsgebiete und die spirituelle Vertiefung der Lebenspraxis. Die Entwicklung einer spezifischen Berufsesoterik lässt den zivilisationsbezogenen Aspekt der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft hervortreten. Mit diesem Schritt erfährt die Esoterik, die in ihrem traditionellen Verständnis vorwiegend auf die persönliche Kultur und Entwicklung seelisch-geistiger Fähigkeiten gerichtet ist, eine Erweiterung im Sinne der Verbindung von geistiger Praxis mit dem täglichen und beruflichen Leben.
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