Schicksal und geistige Entwicklung

Die Mysteriendramen Rudolf Steiners


Liebe Freunde,

Seit kurzer Zeit haben wir am Goetheanum mit der Neuinszenie­rung der Mysteriendramen Rudolf Steiners begonnen. Im Mittel­punkt steht zum einen der Entwicklungs- und Schicksalsgedanke, zum anderen die Arbeit an den künstlerischen Mitteln von Eurythmie, Sprachge­staltung und Schauspiel.

Die Mysterienspiele beschreiben eine kleine Menschengruppe, die einen anthroposophischen Übungs- und Meditationsweg geht. Sie erzählen von der geistigen Entwicklung dieser Menschen, von ih­rem Drama, ihrer Tragik. Das Mysterium liegt in den individuellen Wegen - weit mehr aber noch in dem Schicksal, das diese Men­schen miteinan­der verknüpft! Rudolf Steiner macht sichtbar, wie die Ar­beit an sich selbst nicht nur die eigene Lebenswirk­lichkeit radikal verän­dert, sondern vor allem gänzlich neue Ver­hältnisse für die zwi­schenmenschliche Wirklichkeit bedeutet.
Diese Thematik wird an den Vormittagen durch Vorträge und Ge­sprächsgruppen bearbeitet.

Am Nachmittag und Abend stehen die bühnenkünstlerischen Ar­beiten, Fragen und Erfahrungen im Mittelpunkt. Wir haben zahl­reiche Menschen und Gruppen eingeladen, die überall in der Welt an den Mysteriendramen arbeiten. Wir freuen uns auf das Ken­nenlernen, den praktischen Austausch und die gemeinsame Arbeit an den ver­schiedenen Wegen, mit den Mysterienspielen künstle­risch umzuge­hen.

Diese Sommertage am Goetheanum werden eine lebendige Gele­genheit bieten, in die Grundlagen der Anthroposophie und der Kunst durch das Leben in den Mysteriendramen einzusteigen.

Für das Hochschulkollegium am Goetheanum
Bodo von Plato