Der Bühnentrakt Ost mit dem Steildach ist bereits 1993-96 saniert worden. Im Jahre 1996 wurde die Sanierung unterbrochen; sie konnte in Rücksicht auf dringendere Bauaufgaben bei beschränkten Finanzen bis heute nicht wieder aufgenommen werden.
Die Zwischenzeit wurde dazu genutzt, für die weiteren Etappen andere, geeignetere und kostengünstigere Verfahren zu suchen. Die doppelt gekrümmten Flächen stellen eine grosse technische Herausforderung dar. Es wurden drei Techniken erprobt:
- die bereits angewendete, Abtrag 5-6 cm und Vorbetonierung in eine Schalung
- Abtrag 5-6 cm und vollflächige Erneuerung der Oberfläche mit Spritzbeton
- die örtliche Reprofilierung mit Spritzbeton mit gleichzeitiger Anwendung einer Hydrophobierung.
Die beiden ersten Verfahren konnten weder die ästhetischen noch die wirtschaftlichen Ansprüche erfüllen. Die dritte Methode steht im Vordergrund, weil die Hydrophobierung sehr gute Resultate am alten wie am neuen Beton brachte. Mit dieser Methode müssten bloss die schadhaften Stellen reprofiliert werden; der gesamte Nachbau der Flächen würde entfallen. Die Hydrophobierung würde vollflächig appliziert. Der Schutz kann nach heutiger Erkenntnis auf 20 Jahre angesetzt werden, danach hätte zumindest eine neue Applikation zu erfolgen. Die Technik der Hydrophobierung hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt.
Die Kosten der dritten Methode sind wesentlich kleiner, weshalb die Sanierungskosten tiefer anzusetzen sind als bisher.
Grobe Schätzung CHF 4'000'000.-
Kurt Remund (Stand Juni 2002)