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Tatsachen gegen Unterstellung – zur Weleda und ihren Hauptaktionären

Seit Herbst 2007 interessieren sich Mitglieder und Freunde der Anthroposophischen Gesellschaft vermehrt für die Weleda, ihre Zukunftsperspektiven und insbesondere für das Verhältnis der Hauptaktionäre – der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Ita Wegman Klinik – zur Weleda AG. Benediktus Hardorp macht in Publikationen, Reden, internen Rundschreiben und Briefen an weitgestreute Empfängerkreise seither immer wieder seine Auffassung in dieser Sache geltend. Die verantwortlich Beteiligten an den Vorgängen blieben seinen Unterstellungen und Interpretationen gegenüber bisher höflich zurückhaltend. Da aber eine Verunsicherung in der Mitgliedschaft der Anthroposophischen Gesellschaft zu beobachten ist, veröffentlichen der Verwaltungsrat der Weleda, der Vorstand der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und die Geschäftsleitung der Ita Wegmann Klinik hier folgend ihre gemeinsame Antwort auf einen derartigen Brief an viele Empfänger, der die Tatsachen entstellt und Misstrauen hervorruft.

Dornach, 23. November 2009

 

Liebe Freunde

Gerne möchten wir Stellung nehmen zu den wiederholten gezielten Unterstellungen von Benediktus Hardorp bezüglich der Intentionen der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Entwicklung einer Weleda Stiftung.

 

Zukunft der Weleda und Weleda Stiftung:

Vorweg möchten wir klären, dass

1)     die Idee einer Weleda Stiftung seit 1963 besprochen wird. Es ist keine neue Idee. Diese Idee kann auch nicht für Benediktus Hardorp neu sein, da er viele Jahre im Weleda Verwaltungsrat mitgewirkt hat;

2)     die jetzigen Gespräche mit dem Verwaltungsrat über dieses Thema sind nicht von der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft oder der Ita Wegman Klinik, sondern 2004 von der Weleda AG ausgegangen. Die Weleda hat damals die beiden Hauptaktionäre gebeten, gemeinsam an der Entwicklung eines neuen geeigneten Instruments für die Neutralisierung des Kapitals und die Gewährleistung der Identität der Weleda zu arbeiten. Wir sind dieser Bitte nachgekommen;

3)     besonders seit dem Spätjahr 2007 finden regelmässig einvernehmliche Gespräche diesbezüglich mit Delegierten des Verwaltungsrates der Weleda statt.

Diese drei entscheidenden Voraussetzungen werden durchgehend von Benediktus Hardorp ignoriert, obwohl er mehrmals von der Weleda und den beiden Hauptaktionären darauf hingewiesen worden ist.

In der Generalversammlung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft vom 5. April 2009 wurde über die Ideen der Weleda Stiftung berichtet. Dieser Bericht ist wörtlich in Übereinstimmung mit Protokollen der Sitzungen von der Weleda, der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Ita Wegman Klinik.

Im neusten Aktionärsbrief der Weleda AG von Oktober 2009/2 findet man Informationen über die geplante Stiftung, unseren Gesprächsverlauf und den Wortlaut der Stiftungsstatuten. Es geht klar aus dieser Veröffentlichung hervor, dass die Entwicklung der Gespräche der drei Akteure einvernehmlich verläuft und sie offen gelegt wird.

Die Entwicklung und Verwirklichung der Idee, einer von der Weleda AG, der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Ita Wegman Klinik gegründeten Weleda Stiftung, wird von Benediktus Hardorp offenbar immer noch nicht akzeptiert. Dass er eine andere Meinung als der jetzige Weleda Verwaltungsrat, die Geschäftsleitung der Ita Wegman Klinik und der Vorstand der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft hat, ist selbstverständlich zu respektieren. Seine Unterstellung aber, dass die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft und die Ita Wegman Klinik andere Intentionen haben als der Verwaltungsrat der Weleda, können wir nicht akzeptieren. Wir gewinnen durch seine immer wiederholten Unterstellungen und seinen Übereifer in dieser Angelegenheit inzwischen den Eindruck, dass es sich hier um eine Verleumdung handelt, die aus anderen Motiven kommt. Eine konstruktive Kritik und positive Vorschläge bleiben aus, trotz eines Gesprächs auf Einladung des Vorstands der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und einem weiteren mit dem Verwaltungsrats-Präsidenten der Weleda.

Wir müssen leider feststellen, dass in den Schriften von Benediktus Hardorp eine Haltung zum Ausdruck kommt, die  kaum etwas mit den tatsächlichen gegenwärtigen Entwicklungen der Weleda und unseren gemeinsamen Gesprächen zu tun hat.

 

Transaktion 2007 / Kapital erhöhung

Auch auf die Transaktionen zur Kapitalerhöhung 2007 kommt Benediktus Hardorp immer aufs Neue zurück. Dieses Vorgehen und die Umstände der Kapitalerhöhung wurden mehrmals dargestellt 1). Die gesamten Umstände dieser Vorgänge, besonders die ungewöhnliche Geschwindigkeit des Ablaufs seitens der Weleda muss für eine angemessene Urteilsbildung berücksichtigt werden. Zu dieser Zeit bestanden keine regelmässigen Arbeitsgespräche zwischen der Weleda und ihren Hauptaktionären. Die anstehende Kapitalerhöhung wurde zwischen der Weleda, der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Ita Wegman Klinik nicht vorher besprochen, geschweige denn gemeinsam vorbereitet. So wurden die Hauptaktionäre, die bis dahin auch wenig aktiv im Hinblick auf die Weleda waren, von der Kapitalerhöhung überrascht und handelten nun ihrerseits ohne vorherige Rücksprache oder Absprache mit der Weleda. Im Wesentlichen sind diese problematischen Vorgänge einer mangelnden institutionellen Kommunikation geschuldet. Eine einseitige Schuldzuweisung oder Unterstellung anderer, erfundener Intentionen gehen an der Wirklichkeit der Vorgänge vorbei. Diese Umstände fehlen in den Schriften von Benediktus Hardorp, obwohl sie ihm natürlich bekannt sind.

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1) Nachrichten für Mitglieder Nr. 14/09, Anthroposophie weltweit Nr. 3/09, Zeichnung von Partizipationsscheinen der WELEDA AG durch die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft und die Ita Wegman Klinik’, 6. Dezember 2007, ‚Anteil halten’, Das Goetheanum Nr. 8/08

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Die irreführenden Andeutungen über Gewinn und Erlös, die den Hauptaktionären zugeflossen seien, machen nur den polemischen Gesamtduktus seiner scheinobjektiven Darstellungen deutlich 2). Sicherlich war die Situation im Herbst 2007 für alle Beteiligten schwierig. Nachteilig wirkte sie sich vor allem für die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft aus, da ihr Handeln nicht leicht nachvollziehbar zu machen war und sie dadurch Vertrauen verlor. Umso mehr hat sich der Vorstand der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft dafür eingesetzt, dass regelmässige Arbeitsgespräche zwischen den drei beteiligten Institutionen stattfinden.

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2) Siehe: „Die Weleda und ihre hauptbeteiligten Aktionäre“- Benediktus Hardorp‚ ’Anthroposophie' Michaeli 2009, Seite 278, und Geldmittelgenerierung und „Geldflüsse aus Anlass der Partizipationsscheinemission (Kapitalerhöhung) der WELEDA AG im Herbst 2007“, #205308; 3.7.2009 B Hardorp u.A.

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Die Wiederholung einer ähnlichen Situation wäre heute undenkbar, weil sich seither die Umstände im Hinblick auf Kommunikation und Zusammenarbeit der drei Akteure grundlegend geändert haben. Obwohl Benediktus Hardorp auch diese Tatsache kennt, setzt er seine Polemik fort.

Immer wieder verbindet Benediktus Hardorp seine verurteilende Interpretation der Transaktion von 2007 mit unterstellten Intentionen der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Ita Wegman Klinik im Hinblick auf eine Weleda Stiftung. Wir müssen leider feststellen, dass es ihm nicht darum geht, die Intentionen der Weleda, der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Ita Wegman Klinik kennen zu lernen, sondern viel mehr seine eigene Interpretation zu verbreiten.

Dabei erfindet er angebliche Intentionen, um damit insbesondere den Vorstand der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft zu diskreditieren 3).

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3) Aus einem Brief von Benediktus Hardorp vom 04.11.09 an verschiedene Adressaten:

Im hier für Sie beigefügten Aufsatz aus der ANTHROPOSOPHIE ? dem Organ der deutschen Landesgesellschaft ? sind die Tatsachen und ihre Geschichte festgehalten. Sie lassen die Verständnisgrundlagen der Akteure und ihre Intentionen deutlich werden. Insbesondere Letztere wirken fort und werden im Vorhaben einer Unternehmensstiftung für die WELEDA, von der im Nachrichtenblatt vom 3. April 2009 (Tag der Generalversammlung der AAG) die Rede war, offensichtlich wieder in Erscheinung treten.

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Zusammengefasst nochmals die wesentlichen Punkte:

1)            Über Idee, Zweck und Umsetzung einer künftig zu errichtenden Weleda Stiftung wird offen berichtet, die Arbeit daran findet in konstruktiven und regelmässigen Besprechungen der Beteiligten statt.

2)            Beim Verlauf der Transaktionen und der Kapitalerhöhung 2007 mangelte es bei allen Partnern an Verständigung und Zusammenarbeit. Diese Erfahrung hat dazu geführt, dass die drei Akteure eine Intensivierung der Zusammenarbeit und Kommunikation beschlossen und seither erfolgreich realisiert haben.

3)            Unerlässlich zu einem sachgerechten Verständnis der Transaktionen sind die Umstände der gesamten Situation. Kenntnis der Sachlage kann hier nicht durch spekulative Behauptungen ersetzt werden. Ein Zusammenhang mit der Errichtung einer Weleda Stiftung ist völlig abwägig.

4)            Die Äusserungen von Benediktus Hardorp im Hinblick auf die Vorgänge im Herbst 2007 und ihre Folgen berücksichtigen überhaupt nicht die tatsächlichen, von den Beteiligten inzwischen aufgearbeiteten Probleme. Seine Mutmassungen über die Motive bei der Errichtung einer Weleda Stiftung entsprechen nicht der übereinstimmenden Intention des Weleda Verwaltungsrats, der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Ita Wegman Klinik. Wir sehen in seinem Engagement inzwischen eine gezielte Negativ-Polemik gegen den Vorstand der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

 

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