Das Menschliche ist nicht nur selbst das Neue, das nie Dagewesene, was über die Natur herausragt, sondern zu ihm gehört, das Neue hervorzubringen. In einer Zeit von Krise und Umbruch ist das eine der wichtigsten Fragen. Darum geht es an mindestens sechs Veranstaltungen und Tagungen im Herbst: Die Michaeli-Tagung thematisiert neue Formen der Gemeinschaftsbildung, wie sie Karl König begründet hat, die Akademietage Anderzeit Drey widmen sich anhand Platons Höhlengleichnis der inneren Wendung vom Abbild zum Quell der Bilder, und die Naturwissenschaftliche Sektion untersucht in einem Fachkolloquium im Oktober die sozialen Perspektiven der Evolutionstheorie. Ím November folgen zwei Tagungen zum spirituellen Umgang mit dem Tod als Quelle inneren Lebens und ein Kolloquium zur poetischschöpferischen Erkenntnis mit der heutigen Wirklichkeit. Vorbild und Orientierung ist hier Albert Steffen. Das Halbjahr endet mit der Landwirtschaftlichen Tagung und ihrem Thema: Christliche Entwicklungsmotive für die Landwirtschaft. Wenn 700 Landwirte danach fragen, wie die Natur durch den Menschen verwandelt und im Sinne des Apostels Paulus «erlöst» werden kann, so findet das Thema «Die Entwicklung zum Menschen» seinen grossen Abschluss.
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